• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region

Arbeit von Sven Rathjen ausgezeichnet

28.08.2018

Seit 2014 saniert Sven Rathjen, Techniker für Baudenkmalpflege und Altbauerhaltung beim Monumentendienst, das niederdeutsche Hallenhaus aus der Zeit um 1900, in dem er während der Umbauphase mit seiner Lebensgefährtin wohnt. Jetzt wird ihr gemeinsames Projekt für die „preisgünstige und nachhaltige Instandsetzung“ ausgezeichnet. Die Interessengemeinschaft Bauernhaus e. V. würdigt besondere Leistungen bei der Erhaltung historischer Bausubstanz auf dem Land. Zu Ehren ihres Gründers und dank einer großzügigen Spende aus dem Testament von Gunnhild Ruben wird der Julius H.-W.-Kraft-Preis seit 2015 wieder ausgelobt.

Die niedersächsischen Gewinner aus dem Landkreis Oldenburg teilen sich das Preisgeld mit Sylvia und Michael Hanisch aus Nümbrecht in Nordrhein-Westfalen. „Denn beide Paare beweisen, dass ein altes Haus mit Kreativität

der richtigen Planung, einem guten Netzwerk, vor allem aber mit viele Liebe zur alten Bausubstanz preisgünstig und nachhaltig instandgesetzt werden kann“, lautet die Begründung der Jury. Beide Paare hätten sich aktiv und überlegt ein altes Haus gesucht, es dokumentiert und erforscht, um es zu verstehen und ein Konzept erarbeitet, das dem Haus gerecht würde. „Sie haben Originalsubstanz wo immer es möglich war erhalten ... und nicht das Haus ihren Bedürfnissen angepasst, sondern sich dem Haus genähert und ihm angepasst“, fasst Jury-Mitglied und Restauratorin Caroline Weiss aus Hamburg die besondere Leistung der diesjährigen Preisträger zusammen.
  Fast liest sich diese Vorgehensweise wie ein Kompendium der guten Ratschläge, daher sind diese von der Jury herausgearbeiteten Kriterien in Ausgabe 4/2018 des Holznagels nachzulesen. Mitglieder der Jury 2018 sind außerdem Dr. Volker Gläntzer (ehemals Landesdenkmalamt Hannover), Dr. Monika Herzog (Landschaftsverband Rheinland), Hajo Meiborg (IgB-Bundesvorsitzender) und Dr. Julia Ricker (IgB-Geschäftsführerin).

Der Julius-H.-W.-Kraft-Preis ist die Anerkennung für den Wert des Handelns der Preisträger, die sich als Erben unserer Vorfahren und deren Bauwerke sehen, in die bereits einmal viel Zeit, Lebenszeit und graue Energie geflossen ist. „Sie haben den Preis bekommen, weil das Ganze auch noch exemplarisch und preiswert vonstatten ging. Und sie haben den Preis bekommen, weil wir uns alle wünschen, dass mehr junge Leute Denkmale wieder für sich erwerben und erarbeiten.“

und

Unser NWZ-Beitrag „In einem Denkmal wohnen“ unter   www.nwzonline.de 

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.