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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Toilette: Bauform und Material haben Einfluss auf Hygiene

20.07.2013

St. Augustin Wer ein Bad saniert oder neu baut, sollte das WC nicht stiefmütterlich behandeln. Das kann sich später rächen: Bauform und Material sind mitentscheidend für die Hygiene des stillen Örtchens.

Ein Stand-WC wird auf dem Badezimmerboden verschraubt und an ein Abflussrohr in der Wand oder im Fußboden angeschlossen. Das erleichtert im Notfall Wartungsarbeiten. Doch in Ritzen und Rillen und an Rohrübergängen zur Wand setzen sich Flusen und Haare gerne fest. Ein Hänge-WC kommt direkt an die Wand. Dafür ist ein Tragegestell nötig, weshalb diese Variante teurer ist.

Franz-Josef Heinrichs vom Zentralverband Sanitär-Heizung-Klima rät zum Wand-WC. Der Bodenbelag sei durchgängig unter dem Becken verlegt und könne leichter gesäubert werden. Ein Argument ist auch die flexible Sitzhöhe. „Stand-WCs haben eine Standardhöhe von 40 Zentimetern. Für sehr kleine oder sehr große Menschen ist das gleichermaßen unvorteilhaft“, sagt Heinrichs. In barrierefreien Örtchen werden die Schüsseln gerne in einer Höhe von 45 oder 50 Zentimetern befestigt. Das erleichtere das Aufstehen. Wer saniert, muss die Variante wählen, zu der die Anschlüsse passen.

Beide Varianten gibt es als Tiefspüler und Flachspüler. Beim Tiefspüler fallen die Ausscheidungen direkt ins Wasser, im Flachspüler bleiben sie in einer stufenförmigen Mulde liegen – und können bis zum Spülen unangenehme Gerüche verbreiten.

Die Spülbecken bestehen aus Porzellan. Dabei gibt es kleine, aber feine Unterschiede: Hochwertige Sanitärkeramik ist mit einer speziellen Beschichtung versehen. Auf ihr perlt das Wasser besser ab. Das verhindert Kalkflecken oder -ränder. Jens Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft, rät, sich beim Kauf nach dem verwendeten Material zu erkundigen. Im Handel ist auch ein Blick oder Griff unter den Spülrand sinnvoll: Billigprodukte sind dort nur teilweise oder nicht glasiert oder beschichtet. Ablagerungen setzen sich dann leichter festsetzen.

Egal, ob das Wasser aus einem Stand-Spülkasten vor der Wand oder einem Modul hinter dem Putz kommt, in der Regel lässt sich die Menge durch Tasten steuern. Üblich sind sechs Liter bzw. drei Liter. Der Installateur könne aber das Wasservolumen erhöhen.

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