BONN - BONN/GMS - Bietet der Garten ausreichend Platz, können für Kinder Spielsysteme aus mehreren Geräten aufgestellt werden. Steht nur wenig Raum zur Verfügung, muss sich der Spross mit Sandkasten, Schaukel oder Rutsche begnügen.

Die Sicherheit des Kindes sollte beim Spielgeräte-Kauf im Vordergrund stehen. „Die Produkte sollten das GS-Zeichen für ,Geprüfte Sicherheit' haben. Das ist eine Grundvoraussetzung“, sagt die Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder“ in Bonn, Karoline Becker. Die geprüfte Qualität bescheinige, dass keine scharfen Ecken oder Kanten vorhanden sind, das Gerät ordentlich verschraubt wurde und überhaupt alle anerkannten Regeln der Sicherheitstechnik eingehalten wurden.

Zudem dürfe das Gerät im Verhältnis zum verfügbaren Platz nicht zu groß sein, warnt Becker. Sind mehrere Geräte im Garten, müssten sie weit genug voneinander weg stehen, damit ein Kind nicht beispielsweise in den Schwingbereich einer Schaukel gerät. Für eine größere Spielanlage mit Kletterturm, Schaukel und Rutsche würden etwa 16 Quadratmeter benötigt, gibt Boris Rehder von der Holzland GmbH zu bedenken. Schaukeln müssten außerdem fest im Boden verankert sein – entweder einbetoniert oder mit Bodenankern befestigt.

Die Standfestigkeit des Spielgerätes sollte regelmäßig überprüft werden. Wer trotz des relativ weichen Rasens auf Nummer sicher gehen will, könne zur Dämmung bei einem möglichen Sturz lockeres Schüttmaterial wie Rindenmulch oder Sand unter den Geräten verteilen. Bei festerem Untergrund rät Rehder, Fallschutzplatten aus Gummi anzuschaffen. Der Untergrund des Gerätes oder Spielsystems muss eben sein. Eltern sollten außerdem den Standort so wählen, dass sie ihre Kinder vom Haus aus im Blick haben.

„Der Trend geht weg von einfachen Schaukeln“, hat Rehder festgestellt. Viele Familien legten sich stattdessen die flexibleren und anbaufähigen Spielanlagen zu. Dafür müssen die Eltern aber schon mal 300 bis 600 Euro zahlen. Michael Eggs, der den Online-Shop „Kinderspielzeugladen“ betreibt, warnt Eltern vor dem Kauf zu kleiner Geräte: „Daran haben die Kinder nur ein halbes Jahr Spaß und werden dann zu groß dafür.“ Deshalb sei es ratsam, gleich größere Geräte zu kaufen.

Wer handwerklich nicht begabt ist, sollte die mitunter nicht ganz unkomplizierte Montage einem Fachmann überlassen, sagt Eggs. Für weniger geschickte Hände nicht empfehlenswert sind Rehder zufolge auch so genannte Bausatzsysteme, bei denen sämtliche Teile in einem Karton geliefert werden und der Heimwerker erst noch selbst Holz zuschneiden muss. „Da ist auch keine TÜV-Prüfung möglich, weil es kein Komplettsystem ist“, sagt Rehder.