BONN -
Auch in kleinen Bädern können Sprudelwannen Platz finden. Einfache Modelle kosten 2000 Euro mehr als eine normale Wanne.
BONN/GMS - „Whirlwannen gehören in Italien und Japan schon zur Standardausstattung neuer Bäder“, sagt Jens Wischmann von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft. In Deutschland gelten sie dagegen nach wie vor als Luxus. Dabei können sie die Badewanne ersetzen, ohne dass dafür allzu großer Aufwand nötig wäre.„Überall dort, wo eine Standardwanne Platz hat, kann auch eine Whirlwanne nachträglich eingebaut werden“, sagt Herbert Decker vom Herstellerverband „RAL-Gütegemeinschaft Whirlwannen“. Die Technik mit Pumpe und Rohren passe darunter oder daneben. Den Einbau muss ein Fachhandwerker vornehmen, um Pannen und schlimmstenfalls Unfälle mit Strom und Wasser zu vermeiden. Richtig eingebaut, seien Whirlpoolsysteme absolut sicher. Whirlwannen gibt es in vielen Formen und Tiefen. „Ein einfaches kleines Modell kostet zirka 2000 Euro mehr als eine normale Badewanne“, sagt Decker. Ausführungen, die zum Beispiel über Unterwasserscheinwerfer oder Spektrallicht verfügen, können erheblich teurer sein. Der Wasserverbrauch sei nicht höher als der einer Standardwanne. Für den Betrieb der Pumpen fallen zusätzliche
Stromkosten von etwa 30 Cent pro Nutzungsstunde an.
„Die Wannen können mit verschiedenen Whirlsystemen augestattet sein“, sagt Wischmann: Meist arbeiten sie mit Wasser oder mit Luft. Es gebe aber auch Wannen, bei denen Luft- und Wassersysteme miteinander kombiniert sind. Aus hygienischen Gründen müsse das System hin und wieder desinfiziert werden. Besonders komfortabel seien Modelle mit automatischer Desinfektionsanlage.„Bei mit Luft betriebenen Wannen und Pools entstehen perlende Luftbläschen“, erläutert Simone Struve vom Hersteller Villeroy & Boch. Dieser „Champagner-Effekt“ soll vor allem für ein angenehmes Gefühl sorgen. Bei Systemen mit Wasser stehe die Massagewirkung im Vordergrund. Ein wichtiges Kaufkriterium sind die Geräusche, die die Wannen im Betrieb von sich geben: „Einige Systeme haben sehr laute Pumpen“, sagt Struve. Daher sollte auf die Schallschutz-Werte geachtet werden. „Systeme von Herstellern der RAL-Gütegemeinschaft dürfen einen Geräuschpegel von 30 Dezibel nicht überschreiten“, erklärt Herbert Decker.
