FRANKFURT - Eine Wohngebäudeversicherung sollte für jeden Immobilieneigentümer zur Grundausstattung gehören. „Warum sie so essenziell ist, wird klar, wenn man sich überlegt, dass der Bau oder Kauf eines Eigenheimes für die meisten Menschen die größte Investition ihres Lebens darstellt“, erklärt Brigitte Mayer von der Verbraucherzentrale Hessen. Wenn dann ein größerer Schaden eintritt, kann das schnell existenzgefährdend sein.
Wohngebäudeversicherungen können zwar nicht gegen den Schadensfall selbst absichern, wohl aber die finanziellen Folgen mildern: Ist der Betroffene versichert, kommt seine Versicherung in voller Höhe für die Schadensbeseitigung auf – nötigenfalls auch für den kompletten Wiederaufbau seiner Immobilie.
„Die Vielfalt der Schäden, gegen die man sein Haus absichern kann, ist riesig und nicht alles ist für jeden sinnvoll. Es gibt jedoch einen Basisschutz, den jeder haben sollte“, erklärt Andreas Hahn vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Absicherung gegen Feuer, die sich auf Schäden durch Brand, Blitzschlag und Explosion erstreckt. Auch Gebäudeschäden durch Hagel, Sturm und Leitungswasser sollten abgedeckt sein. „Tatsächlich sind gerade letztere sehr häufig“, erklärt Hajo Köster vom Bund der Versicherten. „Oft ist der Grund ein Rohrbruch, teils sind aber auch winzige Lecks in den Leitungen entstanden, aus denen unbemerkt Wasser ins Mauerwerk strömt.“
Zusätzlich zur Grunddeckung wird von vielen Versicherungsexperten die Absicherung gegen Elementarschäden als sinnvoll angesehen. Darunter versteht man Schäden, die durch Überschwemmungen oder andere Naturkatastrophen, etwa Erdbeben, entstehen. „Natürlich ist das Risiko einiger der eingeschlossenen Katastrophen sehr gering, aber gerade das von Überschwemmungen hat mit den Starkregenfällen, die verstärkt auftreten, zugenommen“, sagt Hahn und spricht sich für den Elementarschäden-Schutz aus, den es nur als Komplettlösung gibt.
Wichtig ist die korrekte Bemessung der Versicherungssumme. „Die Höhe des Beitrages wird ausgehend vom Wert der Immobilie berechnet und muss unbedingt ausreichend sein, weil sonst die Gefahr der Unterversicherung besteht und entstehende Schäden nicht ganz erstattet werden“, erklärt Hahn. Das richtige Beziffern zu Anfang sei das eine, darüber hinaus seien über die Jahre hinweg nicht selten Anpassungen nötig – „vor allem bei größeren wertsteigernden Umbauten.“ Acht geben sollten Hausbesitzer aber auch, dass sie nicht überversichert sind oder dass ihre Versicherung völlig überteuert ist. „Der Vergleich des Leistungsspektrums lohnt“, sagt Köster.
