FRIEDBERG - FRIEDBERG/GMS - „Die Ursache von feuchten Kellerwänden kann auch ein zu geringer Wärmeschutz sein“, betont Reiner Pohl von der Initiative „Pro Keller“. Wichtig sei deshalb, Schwitzwasser von innen zu vermeiden.

Denn nur ausreichend warme Oberflächen verhinderten, dass sich der in der Raumluft enthaltene Wasserdampf wie auf einem kalten Spiegel auf den Kellerwänden niederschlage. Auf feuchten Flächen siedele sich dann schnell Schimmel an. Die Folge sei der für viele alte Keller typische muffige Geruch. Ein Mindestwärmeschutz müsse nach der gültigen Energieeinsparverordnung auf jeden Fall eingehalten werden.

Wärmedämmung im Keller muss aber nicht immer auf der Außenwand angebracht werden. Eine Möglichkeit, die Dämmung in den Wandaufbau zu integrieren, hat der Hersteller Glatthaar mit der patentierten „Iso-Twin-Wand“ entwickelt.

Bei dieser im Werk vorgefertigten, zweischaligen Beton-Wandkonstruktion ist die Wärmedämmung an der Innenseite der Außenwand angebracht. Nach der Montage der Wand auf der Baustelle werde der Zwischenraum zwischen der Innen- und Außenwand mit Beton ausgegossen. Die innenliegende Dämmung kann so nicht durch das Erdreich beschädigt werden.

Die Qualität der Wärmedämmung erkennt der Bauherr am so genannten U-Wert. Je kleiner der U-Wert ist, desto weniger Wärme wird durch das Bauteil geleitet. „Bei ungedämmten Betonkellern liegt der U-Wert bei etwa 0,50“, sagt Reiner Heinzelmann von Hersteller Glatthaar. Die Fertigbeton-Kellerwände des Herstellers können dagegen mit ihrer innen liegenden Dämmschicht von 120 Millimetern einen U-Wert von 0,30 erreichen.

Wer die Materialien für den Keller aussucht, sollte deswegen unbedingt auf diesen Wert achten. Dann lässt sich der Keller für alle Zwecke nutzen – ob als Partyraum oder Abstellkammer.