HAMBURG - Ohne Loslassen kann nichts Neues kommen, so die Philosophie vieler Aufräumexperten. „An kleinen Dingen üben“, rät Constanze Köpp allen, für die das Entrümpeln eine schmerzhafte Angelegenheit ist. Ideal für den Einstieg sind ihrer Ansicht nach Bad und Küche. „Man sollte den Sachen nicht zu viel Bedeutung zumessen“, empfiehlt Katharina Semling. Auf den Müll kommt bei ihr aber nur wenig. Lieber reicht sie Dinge im

Freundeskreis weiter oder bringt sie in den Second-Hand-Laden. „Muss man die Sachen nicht wegwerfen, fällt der Abschied leichter“, ist die Erfahrung von Gisela Goerdeler, Geschäftsführerin des Deutschen Hausfrauen-Bunds. Alternativ können aussortierte Sachen beispielsweise auch zu Kleiderkammern gebracht werden. Gut erhaltene Möbel werden von Wohlfahrts-Organisationen oft sogar abgeholt. Ausrangiertes, aber noch völlig intaktes Spielzeug sorgt vielleicht in einer benachbarten Kinderkrippe für neue Begeisterung. Und wer noch etwas Geld für seine alten Dinge bekommen möchte, kann sie in der Zeitung inserieren.