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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

POLSTERMÖBEL: Heizungswärme und Sonnenlicht setzen Leder zu

15.04.2006

B BAD HONNEF/GMS - Auch robuste Ledermöbel brauchen etwas Zuwendung. Stimmen der gewählte Standort, Pflege und Reinigung nicht, werden sie mit der Zeit unansehnlich. Deshalb sollten einige Grundsätze bei der Lederpflege berücksichtigt werden.

„Um ein Austrocknen des Leders zu vermeiden, sollten Ledermöbel nie in unmittelbarer Nähe von Heizkörpern oder anderen Wärmequellen aufgestellt werden“, sagt Sabine Beikert vom Hersteller WK Wohnen. Wo viel Sonne oder Kunstlicht ins Zimmer strahlt, könnte empfindliches Leder leicht ausbleichen.

Möbelleder muss regelmäßig Feuchtigkeit durch Lederpflegemittel zugeführt werden, betont Buchautorin und Möbelexpertin Doris Haselmann. Sonst trockne das Leder aus wie ein Laubblatt im Herbst und werde brüchig. Auch zu trockene Luft setzt dem Leder zu. „Das richtige Raumklima liegt bei 18 bis 23 Grad Celsius und 40 bis 60 Prozent Luftfeuchte“, sagt die Expertin.

„Um vorzeitigem Altern vorzubeugen und das Leder aufzufrischen, sollte die Garnitur zweimal im Jahr mit einem Lederpflegemittel für Polstermöbel eingerieben werden“, sagt Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie. Auf keinen Fall dürfe eine Couch mit Schuhcreme gepflegt werden.

„Schuhcreme trocknet das Leder des Sofas aus.“ Bei guter Pflege halte Möbelleder mindestens zwölf Jahre. Meist seien dann auch das Gestell und die Polsterung eines Sitzmöbels verschlissen.

„Glattleder kann bei Bedarf mit einem trockenen Mikrofasertuch abgestaubt werden“, sagt Geismann. Alternativ biete sich ein Staubsauger mit geeignetem Bürstenaufsatz an. In den Fugen und zwischen den Kissen sollte mit dem flachen Rohraufsatz gesaugt werden. Der Rohraufsatz dürfe keine scharfen Kanten haben, da das Leder ansonsten verkratze.

Verschüttete Flüssigkeiten wie Rotwein, Fett oder Lippenstift sollten sofort nach dem Verschmutzen entfernt werden. Sonst dringen die Flecken tief in die Lederstruktur ein. Manchmal seien sie dann nicht mehr restlos zu entfernen, warnt Geismann.

Samtartig angeschliffenes Rau- und Nubukleder darf aber auf keinen Fall mit Lederreiniger oder -creme bearbeitet werden, warnt Haselmann. Die Oberfläche solcher Ledermöbel werde nur abgestaubt oder leicht abgesaugt. Stärker abgenutzte, flachgedrückte Stellen könnten mit einer Raulederbürste leicht aufgeraut werden.

Unterschiedliche Färbungsmethoden sind verantwortlich für die Empfindlichkeit des Möbelleders. „Bei teurem Leder mit Anilinfärbung bleibt die Struktur der gewachsenen Oberfläche erhalten“, sagt Beikert. Anilinleder habe winzige Poren und atme. Außerdem ist es besonders weich und anschmiegsam. Wer sich für Möbel aus diesem naturbelassenen Leder entscheidet, müsse aber auch dessen Empfindlichkeit in Kauf nehmen.

Bei der so genannten Pigmentfärbung gleicht eine deckende Farbschicht unterschiedliche Oberflächen einander an. Gedecktes Leder gilt im Vergleich zu Anilinleder als weniger empfindlich. „Durch die Farbe wird die Oberfläche des Leders quasi versiegelt“, erläutert Beikert. Das Material nehme deshalb auch weniger Wärme auf.

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