Wildeshausen/Mannheim - Küchen bilden den Lebensmittelpunkt moderner Häuser und Wohnungen und sind weit mehr als der Ort, an dem nur gekocht wird. Design, Komfort und innovative Technik spielen deshalb eine immer wichtigere Rolle. Vor allem bei Elektrogeräten gibt es viele Neuerungen, die den Alltag erleichtern können.

„Fast schon Standard sind heute selbstreinigende Backöfen, die auf Sichthöhe eingebaut werden, sowie Kochfelder mit Vollflächeninduktion“, weiß Marko Steinmeier, Chefeinkäufer bei KüchenTreff. Auf dem Vormarsch seien zudem Kombigeräte mit Dampfgarfunktion und Backöfen mit integrierter Mikrowelle (siehe nächste Seite).

Kühlgeräte präsentieren sich mit Extras wie unterschiedlichen Temperaturzonen und Regulierung der Luftfeuchtigkeit. Eine Neuentwicklung sind Kühlgeräte, die niedrige Lagertemperaturen nahe null Grad mit reduzierter Sauerstoff-Atmosphäre kombinieren. So könne die Keimbildung stark verringert werden, Vitamine und Nährstoffe blieben länger erhalten und die Lebensmittel bis zu dreimal länger frisch, erklärt Steinmeier.

Immer wichtiger und vielfältiger wird der Trend zur Vernetzung mit Smartphone und Tablet-PC, um Haushaltsgeräte von überall aus zu kontrollieren und steuern. So lässt sich beispielsweise der Backofen von unterwegs einschalten und auch die Geschirrspülmaschine über eine App starten. Bei Programmende erhält man eine Benachrichtigung und kann jederzeit überprüfen, ob der Geschirrspüler ausgeschaltet wurde. Benötigt das Gerät Salz oder Klarspüler, wird man ebenso informiert.

Insbesondere bei offenen Küchen ist natürlich wichtig, dass die Geräte so leise wie möglich arbeiten: Mit gerade einmal 42 bis 44 Dezibel (dB) nahezu geräuschlos verrichten moderne Modelle an Abzugshauben, Geschirrspülern etc. ihre Arbeit, so die Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK). Zum Vergleich: Mit etwa 20 dB hört man leises Waldrauschen oder Flüstern, zwischen 20 bis 40 dB das Ticken des Weckers. Ein normales Gespräch verursacht 40 bis 60 dB, 80 dB ein Rasenmäher. Die Laufgeräusche von modernen Elektrogeräten wurden durch leisere Motoren und optimale Dämmung immer weiter reduziert.

Beim Kauf neuer Elektro-Großgeräte empfiehlt die AMK, eine kleine Checkliste im Hinterkopf zu behalten: „Zu den wichtigsten Kaufkriterien zählen Energieeffizienz, Leistung, Bedienkomfort, Ergonomie, Funktionalität, Lautstärke und Designhomogenität“, sagt Geschäftsführer Kirk Mangels. Komfortabel sind beispielsweise Kombigeräte, die die Garzeit verkürzen, Kochen mit Induktion und in Sichthöhe integrierte Einbaugeräte.