KöLN - Ess-Sessel, auf denen man lange bequem am Tisch sitzen kann, Lounge-Sessel zum Entspannen oder private Spa-Oasen, bei denen Schlafzimmer und Badezimmer zu einer Einheit verschmelzen: „Wellness im ganzen Haus gehört in diesem Jahr zu den großen Trends“, sagt Markus Majerus, Sprecher der Internationalen Möbelmesse.
Parallel zu dieser Entwicklung vollzieht sich die schrittweise Grenzöffnung zwischen den Zimmern: Die räumliche Einheit „Küche – Essen – Wohnen“ setzt sich laut Majerus fort. Der kleine Esstisch weicht dem großformatigen Exemplar mit Wohnqualität. Hinzu kommen für die warme Jahreszeit Gartenmöbel, die aussehen wie Wohnzimmermöbel, sowie Gartenküchen und Gartenduschen.
Und ähnlich wie der Essbereich ins Wohnzimmer gewandert ist, folgt jetzt das Bad ins Schlafzimmer. So steht die Badewanne auch schon mal dem Doppelbett gegenüber, wobei ein hochfloriger Teppich und die Holzeinfassung der Wanne den Wohncharakter wahren. In die private Spa-Oase wird viel investiert. Wer sich zum Beispiel in das Schlafzimmer eine Badewanne in der Größe eines Gartenteiches, überdacht von einer Regendusche, bauen lassen will, muss auch schon mal 24 000 Euro dafür investieren.
„Keine Frage: Wellness ist in“, sagt auch Kaja Möller von der Möbel-Fachmesse Ostwestfalen, die immer im Frühjahr in Bad Salzuflen läuft. „Das umfasst wechselnde Beleuchtung bei Wohnmöbeln ebenso wie Bequemfunktionen bei Polstermöbeln oder Komforthöhen bei Betten.“ Mediacenter werden mit „magischen Augen“ ausstattet, damit die Fernbedienung die Unterhaltungselektronik auch bei geschlossenen Fronten steuern kann.
Weitere Wellness-Trends: Technik wird unsichtbar, und Sessel und Sofas stellen sich mit integrierten Funktionen in Sitzhöhe, -tiefe, Neigungswinkel, Nacken- und Fußstütze auf ihren Besitzer ein. Steckkissen ermöglichen überall dort Unterstützung, wo sie gebraucht wird. Die Form folgt der Funktion – diese lange missachtete Grundregel hat sich wieder durchgesetzt.
