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NWZonline.de Ratgeber Wohnen & Leben

Serie: Küche wird zum Lebensmittelpunkt

22.01.2011

KöLN Die deutsche Durchschnittsküche ist rund 13 Quadratmeter groß, hat häufig Gardinen vor den Fenstern und eine Küchenuhr an der Wand. Für viele ist sie außerdem ein wichtiger Lebensraum: Wer mit einem Partner zusammenlebt, hält sich dort länger auf als ein Single. Das geht aus einer repräsentativen GfK-Umfrage hervor, die der Gerätehersteller Bosch auf der Küchenschau „Living-Kitchen“ im Rahmen der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne vorgestellt hat.

Ungebremst ist die Kochlust der Deutschen. Das geht aus einer Forsa-Umfrage in Haushalten mit mehreren Mitgliedern und einem monatlichen Nettoeinkommen von mehr als 2500 Euro hervor. Vorgestellt wurde sie auf der „Living-Kitchen“ von Manfred Güllner, dem Chef des Meinungsforschungsinstituts. Nach seinen Angaben kochen mehr als zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) jeden Tag eine warme Mahlzeit. Mehrmals in der Woche kochen weitere 29 Prozent. Außerdem nehmen sich 65 Prozent der Befragten an den Wochenenden mehr Zeit zum Kochen als an Wochentagen.

Dass sich immer mehr Menschen länger in ihrer Küche aufhalten, führt laut Frank Hüther von der Arbeitsgemeinschaft „Die Moderne Küche“ zu einem klaren Trend: Die Küche öffnet sich immer mehr zum Wohnraum oder verschwindet sogar fast ganz als eigenständige Wohneinheit. Mittlerweile lässt sich oft nicht sagen, wo die Küche aufhört und das Wohnzimmer anfängt.

Der Soziologe Prof. Hartmut Häussermann aus Berlin sieht in diesem Trend einen „Prozess der Entformalisierung“: Wenn sich die Familienmitglieder oder Freunde treffen, dann zum Essen in der Küche. Es gebe nicht mehr die klare Regel, dass die Küche nur zum Kochen und das Wohnzimmer nur zum Repräsentieren genutzt wird. Das hat eine Folge, die Bosch-Chefdesigner Robert Sachon so beschreibt: „Die Leute wollen ihre Küche herzeigen.“

Und dabei sind ihnen die Küchenmöbelhersteller behilflich: Nüchtern wirkende Fronten werden in der neuen Saison durch wohnlich anmutende Holzpartien aufgelockert. Neue Trends sind zudem offene Regale und ganz viel Glas als Material für Fronten, Arbeitsflächen und Fliesenspiegel, so Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie.

Außerdem gehen die Möbel in die Schwebe. Was bis vor kurzem dem Wohnzimmer vorbehalten war, hält jetzt auch Einzug in der Küche: Sideboards, die nicht mehr auf dem Boden stehen. Auf der „Living-Kitchen“ sind vielfach in Hüft- oder Arbeitshöhe angebrachte Hängemöbel zu sehen. Der Hersteller Schüller zum Beispiel präsentiert eine Kombination mit integrierter Spüle, die ohne Bodenberührung auskommt. Die schwebenden Elemente sehen nicht nur luftig-locker aus, sondern sind auch praktisch: Sie erleichtern das Saubermachen unter dem Möbelstück.

Eine immer größere Rolle spielt zudem das sinnliche Tasterlebnis bei Oberflächen von Küchenmöbeln. Die Hersteller zeigen neben Fronten in samtmatten Lacken oder aus satiniertem Glas auch häufig Einbauschränke mit Türen aus „gebürstetem“ oder „sägerauem“ Holz. Ein Kühlschrank wartet sogar mit einer Schieferplatte als Front auf.

Doch gerade bei scheinbar natürlichen Materialien gilt: Nicht immer ist das, was wie Holz aussieht und sich auch fast so anfühlt, tatsächlich Holz. Zahlreiche Hersteller bieten Arbeitsplatten und Fronten in robusten Schichtstoffen an, die Holz optisch und haptisch nachbilden.

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