MüNCHEN - MÜNCHEN/GMS - Zum Ausmisten und Entrümpeln braucht es eisernen Willen und einen festen Plan. „Kaufen Sie sich zunächst eine Rolle Müllsäcke. Das mindert die Hemmschwelle“, rät Gitte Härter, Coach aus München. Auch Staublappen, neue Ordner und Kisten sollten griffbereit sein. Dann stellt sich die Frage, wo am besten angefangen wird. „Ob man sich lieber schrittweise und in Etappen durch die Wohnung arbeitet oder alles in einem Aufwasch macht, ist eine Typfrage.“
Die erste wichtige Entscheidung ist: Behalten oder weg damit? „Übergangsstapel sollten nicht angelegt werden: Damit ist das Problem nur verschoben“, warnt Gisela Goerdeler, Geschäftsführerin des Deutschen Hausfrauenbundes. Als Faustregel gilt: Was man ein Jahr lang nicht benötigt hat, kann weg. „Besonders bei Kleidern sollte man konsequent sein: Wenn man sie nicht regelmäßig trägt, hat das einen Grund.“
Schwer fällt das Ausmisten oft im Keller und auf dem Dachboden: Dort lagern meist Dinge mit sentimentalem Wert. „Hier muss ich mich fragen: Wie wichtig sind sie mir? Auf keinen Fall sollte ich etwas aufheben, weil ich mich dazu verpflichtet fühle“, erläutert Härter. Ein Sonderfall sind Dokumente. Bei allem Aufräumfieber ist hier Vorsicht geboten – Fristen müssen beachtet werden.
Ist einmal entschieden „Das kommt weg“, sollten die Gegenstände am Besten sofort entsorgt werden. Mit vielen Dingen kann man aber auch noch anderen eine Freude machen und sie verschenken – beispielsweise auch an soziale Einrichtungen – oder verkaufen.
