OLDENBURG/FRANKFURT -

Darlehen können für Neu- und Umbauten beantragt werden. Auch Photovoltaik-Anlagen werden gefördert.

OLDENBURG/FRANKFURT/UST - Günstige Zinsen machen die Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für Bauherren und Modernisierer zu einer attraktiven Geldquelle. Die Programmstruktur im Bereich „Bauen, Wohnen, Energie sparen“ wurde mit Beginn dieses Jahres geändert. Neu sind die drei Programme „Wohnraum Modernisieren“, „Solarstrom Erzeugen“ und „Ökologisch bauen“, in die auch das Programm zur CO2-Minderung integriert wurde.

Unverändert bleiben das Wohneigentumsprogramm sowie das CO2-Gebäudesanierungsprogramm für umfassende Klimaschutzmaßnahmen an Gebäuden, die vor 1979 errichtet wurden, mit einem Zinssatz von ca. 1,7 Prozent. Besonders beliebt ist dabei das Maßnahmenpaket 4, bei dem mit einem Energieberater ein individueller Plan zur Einsparung durch die geförderten Investitionen erarbeitet werden kann. „Diese Möglichkeit ist wichtig für die in Norddeutschland üblichen Bauweisen, da hier die festen Maßnahmenpakete weniger gut greifen können“, erklärt Detlef Alt von der Handwerkskammer Oldenburg.

Aus dem Programm „Wohnraum Modernisieren“ vergibt die KfW Darlehen zur Finanzierung von klimaschutzrelevanten Maßnahmen (Öko-Plus) und allgemeinen Modernisierungsmaßnahmen (Standard) in allen bestehenden Wohngebäuden. Finanziert werden bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten. Je ökologischer gebaut wird, desto günstiger wird der Zinssatz. Zu Standard-Maßnahmen gehören u. a. Fenstererneuerung, Sanitärinstallation, Fußböden und der Einbau von Standardheiztechnik. Öko-Plus-Maßnahmen sind die Dämmung der Außenwände, des Daches und der Kellerdecke sowie Erneuerung der Heizungstechnik auf Basis erneuerbarer Energien, Kraft-Wärme-Kopplung und Nah-/Fernwärme. Der maximale Kreditbetrag ist 100 000 Euro je Wohneinheit.

Das Programm „Solarstrom Erzeugen“ dient der Finanzierung kleinerer Photovoltaik-Investitionen. Der Kredithöchstbetrag liegt bei 50 000 Euro. Es steht mit Ausnahme von Kommunen allen Antragstellern offen.

Das dritte neue Programm, „Ökologische Bauen“, betrifft energetisch hochwertige Neubauten wie Passivhäuser sowie die so genannten KfW-Energiesparhäuser 40 und 60.

Alle Konditionen werden laufend der Marktentwicklung angepasst. Für die aktuellen Zinssätze und alle anderen Fragen betreibt die KfW ein Informationszentrum, das unter (01801) 33 55 77 zum Ortstarif tagsüber erreichbar ist. Die Anträge auf KfW-Mittel können bei allen Banken und Sparkassen gestellt werden.

Infos unter www.kfw-foerderbank.de