Oldenburg - Keine Wagenburg 2.0, aber doch eine andere Form des Miteinanders: Auf dem Fliegerhorst bietet die Stadt eine 1700 Quadratmeter große Fläche zum Verkauf an, auf der bis zu neun kleine Häuser – Neudeutsch Tinyhouses – stehen sollen.
Inklusive Gemeinschaftshaus mit Werkstatt, Waschraum und Gästezimmer, in dem aber auch gefeiert werden kann, erklärt Esben Fest, Mitglied einer Gruppe von Interessenten, die dort wohnen wollen. Sieben fest Interessierte gibt es bereits, zwei weitere werden sich noch finden, blickt der 48-Jährige optimistisch in die Zukunft. Er arbeitet als Internetbeauftragter bei der Evangelischen Kirche. Die Kinder sind aus dem Haus, das verkauft werden soll, und er möchte sich räumlich verkleinern.
Große NWZ-Umfrage zum Wohnen im Oldenburg
Die Wohninitiative ist noch auf der Suche nach einer geeigneten Rechtsform, um den Vertrag mit der Stadt unterzeichnen zu können. Rund 150 000 Euro müssen Interessenten je nach Ausstattung des Hauses inklusive Grundstück (90 000 Euro) ca. ausgeben, um ein Tinyhouse auf dem Fliegerhorst-Gelände abstellen zu können. Fest hat mit seinen Mitstreitern den Kontakt zu Lukas Thiemann gesucht, dem die Firma „Thiemann Holzbootsbau und Tischlerei“ am Johann-Justus-Weg gehört – und der Tinyhäuser baut.
Prototyp: Der Oldenburger Unternehmer Lukas Thiemann hat diese Tinyhouse entwickel und gebaut.
Thomas Husmann
Da soll’s hin: Esben Fest (links) und Lukas Thiemann vor dem Baugelände auf dem Fliegerhorst.
Thomas Husmann
Prototyp: Der Oldenburger Unternehmer Lukas Thiemannhat diese Tinyhouse entwickel und gebaut.
Thomas Husmann
Prototyp: Der Oldenburger Unternehmer Lukas Thiemannhat diese Tinyhouse entwickel und gebaut.
Thomas Husmann
Prototyp: Der Oldenburger Unternehmer Lukas Thiemannhat diese Tinyhouse entwickel und gebaut.
Thomas Husmann
Prototyp: Der Oldenburger Unternehmer Lukas Thiemannhat diese Tinyhouse entwickel und gebaut.
Thomas Husmann
Prototyp: Der Oldenburger Unternehmer Lukas Thiemannhat diese Tinyhouse entwickel und gebaut.
Thomas Husmann
Prototyp: Der Oldenburger Unternehmer Lukas Thiemannhat diese Tinyhouse entwickel und gebaut.
Thomas Husmann„Aber nicht auf Fahrgestellen, sondern auf sogenannten Wechselbrücken, wie sie auch auf Lastern zu finden sind“, erklärt der 33 Jahre alte Tischler. Ein Modul bietet 17,5 Quadratmeter Platz und kann mit weiteren Modulen auf 49,6 Quadratmeter erweitert werden. Das Haus kann auf Lastern transportiert werden.
Das Interesse ist riesig, weiß Fest. Nach einem vor einem Jahr in der NWZ erschienenen Artikel haben sich mehr als 100 Leute bei ihm gemeldet – und wöchentlich kommen zwei hinzu, die den Artikel im Internet auf NWZonline lesen. Ziel ist es laut Fest, in einer Gemeinschaft zu leben. Wem’s dort nicht gefällt oder wer beruflich den Wohnort wechseln muss, kann sein Haus nehmen und weiterziehen. Das Projekt lockt viele junge kreative Leute an.
Das haben auch andere Städte erkannt. Hannover beispielsweise erschließt im Kronsberg-Quartier eine 50 000 Quadratmeter große Fläche für Tinyhäuser.
