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NWZonline.de Region

Massivholzmöbel von Imitaten unterscheiden

04.09.2018

„Sie sollten beim Einkauf auf die Stirn- oder Hirnholzseite eines Möbels achten, um sicher zu gehen, ein Massivholzmöbel zu kaufen. Die befindet sich zum Beispiel an Tischplatten oftmals an der Kopfseite des Tisches“, erklärt Andreas Ruf, Geschäftsführer der Initiative Pro Massivholz (IPM).

Grundsätzlich ist die Stirnholzseite immer um 90 Grad versetzt zum Maserverlauf von Massivholzflächen. An dieser Seite zeichnen sich auch immer Jahrringe und Poren des gewachsenen Baumes ab. Beides lässt sich mit dem bloßen Auge zum Beispiel an Eichenholz besonders gut erkennen. Der Maserverlauf von Massivholzplatten geht meistens über die längste Seite des Möbelteils, denn die stehenden Fasern machen es besonders robust und stabil. Zudem würden bei längsseitigen Stirnholzkanten mehre Plattenteile benötigt, um eine ähnlich große Fläche zu erhalten. Schließlich ist die Breite von Bäumen – im Gegensatz zum Höhenwachstum – begrenzt.

Warum darauf achten?

Massivholzmöbel bieten Endverbrauchern viele Gründe, die für das Naturprodukt sprechen. Wohngesundheit und ein angenehmes Raumklima unterstützen zum Beispiel die Gesundheit der Bewohner. Auch Nachhaltigkeit und Ökologie, Begriffe, die für viele Menschen in den letzten Jahren immer weiter in den Fokus gerückt sind, werden durch die massiven Möbel unterstützt.

„Übrigens, der vermeintliche Tipp, am Gewicht das Naturprodukt vom Substitut unterscheiden zu können, ist falsch. Da jede Holzart eine unterschiedliche Rohdichte besitzt, lässt sich nicht bestimmen, was Natur ist und was nicht. Beispielsweise ist Balsaholz ein Massivholz und wiegt im Vergleich zu einer Eiche mit demselben Volumen nur einen Bruchteil. Besser also, man prüft das Stirnholz“, so Ruf. Wer so gerüstet Möbel kauft, wird das Naturprodukt zweifelsfrei bestimmen können.  IPM/RS/ANM

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