Rastede - Die Vermarktung von Grundstücken im neuen Rasteder Wohnbaugebiet „Im Göhlen“ beginnt: Ab diesem Freitag, 20. Dezember, können sich Interessierte um Grundstücke der ersten beiden Vermarktungsabschnitte bewerben. Darauf machte die Rasteder Gemeindeverwaltung am Donnerstag in einer Pressemitteilung aufmerksam.
32 Grundstücke für Einzelhäuser umfasst der erste Vermarktungsabschnitt. Die Bewerbungsfrist geht bis zum 15. Februar 2020. Alle bis dahin eingegangenen Bewerbungen fließen gleichermaßen in die Bewertung anhand der geltenden Vergaberichtlinien ein (siehe Info-Kasten).
In Rastede wurden im November vom Gemeinderat folgende Vergabekriterien für Baugrundstücke beschlossen: 1. Für Kinder unter 16 Jahren, die dauerhaft im Haushalt leben, gibt es für Kind 1 neun Punkte, für Kind 2 sechs und für Kind 3 drei Punkte, für jedes weitere Kind gibt es 1,5 Punkte. 2. Arbeitsort Rastede: 4,5 Punkte3. Wohnort Rastede: sechs Punkte4. Pflegebedürftiges oder schwerbehindertes Familienmitglied: drei Punkte5. Bisher kein Wohneigentum in Rastede: drei Punkte pro volljährige Person
Der Quadratmeterpreis für ein Grundstück in dem neuen Baugebiet fällt so hoch aus wie nie zuvor in Rastede. Nach dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderates im November wird der Grundverkaufspreis bei 185 Euro pro Quadratmeter liegen. Gegenüber den zuletzt erhobenen Kaufpreisen, zum Beispiel für den Bereich „Südlich Schlosspark IV“, bedeutet dies eine Preiserhöhung von 35 Euro pro Quadratmeter.
Grundpreis von 185 Euro
Der Grundpreis von 185 Euro pro Quadratmeter gilt für Grundstücke, auf denen ein Vollgeschoss erlaubt ist – also das klassische Einfamilienhaus oder die Doppelhaushälfte. Bei zwei Vollgeschossen und für Grundstücke mit Reihenhausbebauung werden 225 Euro fällig. Die Grundstücke für Mehrfamilienhäuser werden 270 Euro pro Quadratmeter kosten. In den ersten beiden Vermarktungsabschnitten wird dies zu Erträgen in Höhe von rund drei Millionen Euro führen.
Die Nachfrage nach den gut 30 Einfamilienhausgrundstücken im Wohngebiet „Im Göhlen“ dürfte trotz der gestiegenen Quadratmeterpreise groß sein. Die Nachfrage nach einem Bauplatz in Rastede ist ungebrochen groß. Zuletzt hatte die Gemeinde im vergangenen Jahr 18 Bauplätze im Gebiet „Südlich Schlosspark IV“ vermarktet. Da hatte es mehr als 200 Bewerbungen gegeben.
Erstmals ist im Neubaugebiet „Im Göhlen“ auch ein Bereich für die Bebauung mit Reihenhäusern vorgesehen. Dafür ist ein etwa 5500 Quadratmeter großer, L-förmiger Abschnitt reserviert. Die Bewerbungsfrist für den Bau eines Reihenhauses geht bis zum 28. Februar 2020, teilte die Gemeindeverwaltung am Donnerstag mit.
Die Auswertung der Rückmeldungen wird nach Ablauf der Frist voraussichtlich sechs bis acht Wochen in Anspruch nehmen, heißt es auf der Internetseite der Gemeinde Rastede. Nach Abschluss der Auswertungen erhalten alle Bewerber eine Antwort aus dem Rathaus.
Verabschiedet hat der Rat der Gemeinde Rastede kürzlich auch eine neue Richtlinie zur Förderung von Wohneigentum. Sie richtet sich an Personen mit geringerem Einkommen. Die Richtlinie kann auf der Internetseite der Gemeinde eingesehen werden.
Erschließung läuft noch
Noch laufen in dem neuen Wohngebiet die Erschließungsarbeiten. In Abhängigkeit von der Wetterlage rechnet die Gemeindeverwaltung derzeit mit einer Fertigstellung im zweiten Quartal 2020.
Bis 2026 sollen im Baugebiet „Im Göhlen“ auf den Flächen nördlich der Graf-von-Galen-Straße in mehreren Abschnitten mehr als 100 Bauplätze entstehen, insbesondere für Einfamilien- und Doppelhäuser sowie für Mehrfamilien- und Reihenhäuser.
Weiterführende Informationen zu den ersten beiden Vermarktungsabschnitten im Wohngebiet „Im Göhlen“ finden sich im Internet auf der Homepage der Gemeinde Rastede unter der Rubrik „Leben in Rastede“ im Bereich „Bauen, Planen, Wohnen“.
