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NWZonline.de Region

Die Eckpunkte einer Baufinanzierung

04.09.2018

Wie bei jeder Anschaffung gilt auch hier: Nicht vorschnell handeln, und den auf den ersten Blick vermeintlich günstigen Kredit unterschreiben, sondern sich mehrere Angebote einholen und in Ruhe die Konditionen im Detail vergleichen. Zusätzliche Kosten sind oft nicht sofort erkennbar. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen rät, drei bis fünf Anbieter aufzusuchen, ehe man die finale Entscheidung fällt.

Anker der Finanzierung

Eigenkapital ist der Schlüssel für eine solide und nachhaltige Finanzierung der eigenen vier Wände. Mindestens 25 Prozent der Gesamtsumme sollten aus eigenen Mitteln bestritten werden. Je mehr Eigenkapital der Verbraucher einbringt, desto weniger Schulden muss er machen – dadurch ist auch die monatliche Belastung geringer.

Je mehr Eigenkapital der Kreditnehmer einbringt, desto geringer ist auch das Risiko für die Bank: Sie gewährt dann eher Kredite und dann auch zu günstigeren Konditionen. Zum Eigenkapital gehören Bargeld, Bank- und Bausparguthaben und weitere Vermögenswerte auf der hohen Kante, die kurzfristig liquide gemacht werden können. Zum Beispiel Fonds, Gold oder auch die Münzsammlung.

Realistisch planen

Fast ebenso wichtig, wie genügend Eigenkapital mitzubringen, ist die korrekte Kalkulation der Nebenkosten. Diese fallen unter anderem für die Grunderwerbsteuer, den Notar oder auch den Makler an und werden häufig von Häuslebauern unterschätzt. Die Gesamtkosten können sich schnell auf bis zu 15 Prozent des Kaufpreises summieren. Zahlt man also 200.000 Euro für die Immobilie, können also bis zu 30.000 Euro oben draufkommen.

Was die monatlichen Raten fürs Zins und Tilgung angeht, sollten sie ein Drittel des Haushaltsnettoeinkommens nicht übersteigen, denn das alltägliche Leben geht ja weiter – und so müssen Autoreparatur, Urlaub und Co. immer noch bezahlbar sein. Auch ein kurzzeitiger Verdienstausfall muss berücksichtigt werden. Deshalb raten die Experten dazu, nicht den letzten Cent des Nettoeinkommens zu verplanen, und sicherheitshalber eine Reserve in Höhe von drei bis sechs Monatsgehältern einzubehalten.

Sondertilgung und Förderungen nutzen

Wenn es die finanzielle Situation zulässt, sollte eine Tilgung von drei bis fünf Prozent vereinbart werden. Denn je höher die Tilgung, desto kürzer die Laufzeit und desto niedriger die Gesamtkosten. Viele Immobiliendarlehen bieten auch die Möglichkeit einer sogenannten Sondertilgung.

Damit zahlen Kreditnehmer einmal pro Kalenderjahr ohne zusätzliche Zinsaufschläge einen gewissen Betrag zurück und mindern so die Kreditschuld. Die Höhe variiert und ist individuell im Vertrag geregelt. In der Regel handelt es sich um 5 bis 10 Prozent der Darlehenssumme. Wer bauen oder kaufen will, kann sich außerdem Unterstützung holen: Es gibt unterschiedliche staatliche Förderungen durch vergünstigte Darlehen, Zuschüsse, und andere Arten der Subvention. Auch für den energieeffizienten oder barrierefreien Umbau des Eigenheims gibt es Fördermittel, beispielsweise von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sich schlau zu machen lohnt also.  ANM

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