Berlin/Oldenburg - Am Anfang steht das Aufräumen – „dann putzt es sich gleich viel leichter“, sagt Aufräumcoach Rita Schilke aus Berlin. Damit das Aussortieren schneller von der Hand geht, empfiehlt die Expertin das Vier-Kisten-Prinzip: eine Schatzkiste mit allem, woran das Herz hängt, eine Sofort-Weg-Kiste, eine mit Sachen zum Weitergeben und eine für Zweifelsfälle, die nach ein paar Wochen noch einmal durchgesehen wird.
Grundsätzlich sei es ratsamer, das Putzen auf mehrere Termine zu verteilen, sagt Susanne Woelk, Geschäftsführerin der Aktion „Das Sichere Haus“. Zum Beispiel sollte man Teppiche und Matten im Sommer reinigen, wenn sie schneller trocknen.
Wie aber anfangen, ohne gleich wieder die Lust zu verlieren? Vor allem sollte man sich nicht zu viel auf einmal vornehmen und Pausen einplanen. „Es hat wenig Sinn, sich das ganze Wochenende damit vollzustopfen“, sagt Alexandra Borchard-Becker von der Verbraucher Initiative in Berlin. Man könne auch beim wöchentlichen Putz nach und nach immer noch ein Fenster mit reinigen. Die Ecken, die etwas länger dauern, sollten einen Extratermin bekommen.
Leichter fällt der Frühjahrsputz, wenn die ganze Familie mitmacht. Um Kinder und faule Partner zum Mithelfen zu bewegen, packt man sie am besten bei ihrem Spieltrieb, rät die Oldenburger Wohnexpertin Katharina Semling. Mit günstigen weißen Schutzanzügen aus dem Baumarkt als „Tatortreiniger“ ausgerüstet, könne das ein großer Spaß werden. „Und wenn man zwischendurch mal ,Rumpelpicknick’ auf dem noch vollgestellten Fußboden macht, und als Belohnung für alle einen Tag im Freizeitpark in Aussicht gestellt wird – dann sollte das klappen.“
Die Checkliste wird am besten groß auf die Rückseite einer Tapetenrollen geschrieben – mit Spalten für die Aufgaben und den Beauftragten. Damit lassen sich auch Hektik, Stress und somit Unfälle vermeiden.
Wer auf sich allein gestellt ist, geht Raum für Raum vor: zuerst Küche und Bad, dann Wohn- und Schlafzimmer. Bevor man anfange, solle man sich eine Liste mit den erforderlichen Arbeiten für jedes Zimmer machen, rät Brigitta Hügel, Autorin des Ratgebers „Haushalt – Der Grundkurs“.
