München - Wer selbst beim Bau seines Hauses anpackt, kann bis zu 100 000 Euro sparen. „Allerdings muss er sich viel Zeit für die Arbeiten nehmen, das wird oft unterschätzt“, sagt Gerhard Zach, Präsident des Verbands Deutscher Architekten.
Der Bauherr sollte nur solche Arbeiten selbst übernehmen, die er wirklich beherrscht oder die sich leicht erlernen lassen. Für alles andere sollte man lieber Profis hinzuziehen. Und essentielle Dinge wie Statik oder Elektrik, sowie alles, was die Sicherheit betrifft, „gehört in die Hände von Profis“, betont Olaf Techmer vom Landesverband Bayerischer Bauinnungen.
Ein Herz für Heimwerker haben verschiedene Fertighaushersteller. „Sie kümmern sich zwar als Generalübernehmer grundsätzlich um die Beauftragung der einzelnen Gewerke“, sagt Christoph Windscheif, Sprecher des Bundesverbands Deutscher Fertigbau. „Aber Bauherren können vertraglich vereinbaren, welche Eigenleistungen sie einbringen.“ Das wird in der Bau- und Leistungsbeschreibung festgehalten. Wie weit die Freiheit geht, ist verhandelbar. Es gibt zum Beispiel Varianten, bei denen der Hersteller zwar das Haus anliefert und aufstellt, aber der Innenausbau zu einem mehr oder weniger großen Teil vom Bauherren übernommen wird. „Solche Häuser nennt man Ausbau- oder Mitbauhäuser“, erklärt Windscheif. Bei Bausatzhäusern kann der Bauherr mit entsprechenden Vorkenntnissen sogar Arbeiten am Rohbau übernehmen.
