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NWZonline.de Region

Wohnraum auf wenig reduzieren

04.09.2018

Reduziert auf das Nötigste, ohne Luxus und Reichtum, dafür ökologisch bewusst und bodenständig – diese Idee steckt hinter dem Wohnkonzept der Tiny Houses (engl. winziges Haus). Auf kleinster Fläche nutzen die mobilen Minihäuser jeden Kubikmeter durchdacht aus, um möglichst viel multifunktionalen Wohnraum zu schaffen – mit allem, was ein Mensch in der Regel so braucht.
„Viel günstiger als ein Haus und viel komfortabler als ein Wohnwagen“, bringt Florian Schick die Vorteile eines Tiny House auf den Punkt. Die Minihäuser auf Rädern, ein Trend aus den USA, findet in Deutschland immer mehr Anhänger – nicht mehr nur in Großstädten, wo Wohnraum knapp und Mieten hoch sind. Hinter dem Tiny house von Florian Schick steht ein Tourismus-Konzept, für das noch interessierte Gemeinden gesucht werden. Das Mobilheim steht 2019 als Ferienhaus auf einem Campingplatz im Oldenburger Land 2019 zur Verfügung. Dieses „konsequent ökologische“ Wohnkonzept hatte im Mai 2017 einen Start-Up-Wettbewerb in Bremen gewonnen. Mittlerweile erreichen den 47-Jährigen auch konkrete private Anfragen.

Höchster Wohnkomfort

Tiny Houses zeichnen sich durch ihre Reduktion auf das Wesentliche aus bei höchstem Wohnkomfort und laden ein zu einem achtsameren Leben in unserer überquellenden konsumorientierten, schnelllebigen Zeit. Die Kompakthäuser werden dabei nicht als Alternative zum Wohnwagen verstanden, mit denen man auf Tour geht, sondern viel eher als die ideale Lösung, um das Bedürfnis des eigenen Daches über dem Kopf und ein knappes Budget sowie nicht auszuschließende Wohnortwechsel ohne nennenswerte Verschuldung unter eine Hut zu bringen. „Tinyhousern“ gehe es in der Regel um die Reduzierung auf das Wesentliche zugunsten finanzieller Freiheit und persönlicher Unabhängigkeit sowie um einen Beitrag zu Ökologie und Nachhaltigkeit, betont Florian Schick.

Wichtig ist dem Ökologen sein ganzheitliches Konzept. Für sein Basismodell verwendet er ausschließlich Naturmaterialien und ökologische Dämmstoffe; mit einem alten Blechdach aus den 1950er-Jahren nutzt der Mitbegründer des Repair-Cafés in Metjendorf auch die Ressourcen eines sinnvollen Upcyclings. Sein winterfester Prototyp ist mit einer Breite von 2,55 Metern und einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen straßentauglich und kann wie ein Wohnwagen gezogen werden. Die Innenausstattung kann sich sehen lassen: Duschbad mit Porzellanbecken, höhenverstellbares Doppelbett sowie zwei Notbetten, Küchenzeile, Heizung, Photovoltaikanlage und große Fenster, die viel Licht hereinlassen.

Neue Lebensqualität

Jay Shafer gilt als Begründer der Tiny-House-Bewegung in den USA. Aufschwung erfuhr sie durch die Immobilienkrise 2008. Der US-Amerikaner entwickelte Pläne zum Nachmachen, die allerdings nicht mit den deutschen Bauvorschriften kompatibel sind. Die bundesweite Bewegung steht noch am Anfang. Die Zahl professioneller Anbieter steigt. Vielen geht es nicht nur ums Geldsparen, sondern auch um eine gesellschaftliche Idee, im Überfluss mit dem Minimalen auszukommen und achtsamer mit den wertvollen natürlichen Ressourcen umzugehen. Die meisten Tiny Houses sind völlig autark und brauchen keine Anschlüsse für Strom und Wasser.


tinyhousegroup.de).   Die Stadt hat auf dem Fliegerhorst eine Fläche für Minihäuser vorgesehen. P @ Mehr Informationen unter   https://www.schick.haus/ 
Swantje Sagcob
Redakteurin
Sonderthemen Redaktion
Tel:
0441 9988 4661

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