BERNE - Der Finanzausschuss stellt die Weichen für den Ausbau. Neuer Jugendbetreuer kommt.
Von Hauke Fooken
BERNE - „Wir müssen für Ganspe ein Signal setzen“, sagte Karl-Ernst Thümler, Sprecher der Berner CDU/FDP-Gruppe, am Donnerstag bei der Beratung des Haushaltplanentwurfes 2006. Dieses Signal hatte es allerdings in sich: Der Christdemokrat forderte die Einstellung von 2 Millionen Euro für den Ausbau und die Sanierung der Grundschule Ganspe in den Haushalt.Bei der SPD–Fraktion stieß der Vorstoß auf offene Ohren: „In Ganspe herrscht immer noch Unsicherheit vor, da müssen wir etwas gegen tun“, meinte SPD–Ratsherr Thomas Henning, der die Sitzung leitete. Und so kam es, dass sich der Ausschuss einmütig für die Millionen-Investition aussprach.
Überhaupt die Einmütigkeit: Angesichts der vorangegangenen Zwistigkeiten zwischen CDU und SPD war der Sitzungsverlauf durch ein für Berner Verhältnisse staunenswertes Harmoniestreben gekennzeichnet. Seite für Seite nahmen die Ratsmitglieder Verwaltungshaushalt, Vermögenshaushalt und das Haushaltskonsolidierungskonzept unter die Lupe. Zwar entdeckten sie ab und an Unstimmigkeiten in dem umfassenden Zahlenwerk – beispielsweise eine Differenz von 40 000 Euro bei den Ausgaben für den Kindergarten Berne oder 7000 Euro, die die Gemeinde für die Renovierung einer angemieteten Asylbewerberunterkunft zahlen musste – doch das hielt sie nicht davon ab, dem Haushalt am Ende der Sitzung ihren einstimmigen Segen zu erteilen.
In den Haushalt aufgenommen wurden auch 26 000 Euro für einen neuen Jugendbetreuer im Berner Jugendtreff. Laut Bürgermeister Bernd Bremermann (SPD) will die Gemeinde hier eng mit dem CVJM-Sozialwerk kooperieren. Schon ab 1. März soll ein Sozialpädagoge den Job von Antje Seebeck im Treff übernehmen. Die fachliche Aufsicht hat dann Erika Schmidt, Leiterin der CVJM-Jugendhilfe-Station am Breithof. Auch das „Dunkelloch“ an der B 212 in Ranzenbüttel könnte demnächst erleuchtet werden. Auf Wunsch der CDU beauftragten die Ratsmitglieder Bauamtsleiter Bernd Geers, die Kosten für die Beleuchtung des Fuß- und Radweges zu ermitteln.
Am Dienstag, 28. Februar, 20 Uhr, steht dann im Rathaus die endgültige Beratung des Haushaltsplanes an. Die Sitzung ist öffentlich.
