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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Berne

Wer stiehlt denn Unterschenkel?

04.10.2019

Berne Staatstragend oder doch eher staatszerstörend? So recht wusste man zu DDR-Zeiten nicht, wie man mit den Geschichten von Gert Prokop umgehen sollte. Die Mischung aus Kriminalroman und Science Fiction war für das Regime neu und schwer einzuschätzen, stellte Ralf Knapp erst einmal den Autor vor, in dessen Lektüre an diesem Tag eingetaucht werden sollte.

Der Betreiber des Bremer Kriminaltheaters und der aus verschiedenen Fernsehfilmen bekannte Schauspieler Christian Aumer waren zu einem „mörderischen Frühstück“ in der Berner Kulturmühle zu Gast. „Wer stiehlt denn schon Unterschenkel?“ war die Frage des Vormittags, nachdem sich die Gäste in gemütlicher Atmosphäre mit einem leckeren Frühstück gestärkt hatten. Und dazu entführten die beiden Vorleser das Publikum ins Amerika der Zukunft zum versnobten, kleinwüchsigen Detektiv Timothy Truckle.

Als Meister seines Fachs löst dieser mit Hilfe seines Computers „Napoleon“ die schwierigsten Fälle. Für Professor Edward Paddigton, der eines Tages vor seiner Tür im 827. Stock des Chicagoer Wolkenkratzers steht, macht er das ausnahmsweise sogar umsonst. Drei ganz unterschiedliche Unterschenkel sind aus der Public-Health-Klinik, in der der Professor arbeitet, auf mysteriöse Weise verschwunden und angesichts drohender Privatisierung darf davon keinesfalls etwas bekannt werden. Zwei Morde kommen später noch hinzu und machen den Fall für „Tiny“ Truckle erst richtig spannend.

In seinem „Mausoleum“, wo Truckle vor den Ohren und Augen der Regierung sicher ist, und das genauso zu der luxuriösen Ausstattung des Apartments gehört wie der Blick nach draußen, eine Küche oder die Tatsache, dass es über der Smoggrenze liegt, nimmt er Kontakt zu seinen Informanten auf. Beziehungen mit den höchsten Kreisen werden auch in der Bar im 1112. Stock gepflegt. Und am Ende wird der Fall selbstverständlich von dem Meisterdetektiv gelöst.

Beim Publikum kam der mittlerweile dritte Besuch des Bremer Kriminal-Theaters wieder bestens an. „Dreimal ist Bremer Recht. Ich würde mich aber freuen, wenn das nicht mein letzter Besuch in der Kulturmühle war“, scherzte Knapp nach dem Applaus. Das war eine Hoffnung, die er auf jeden Fall mit dem Publikum teilte.

Am Samstag, 26. Oktober, 20 Uhr, wird Gesa Dreckmann auf der Bühne der Kulturmühle stehen. Ihr Programm „La Dorfe Vita – die unersättliche Leichtigkeit des Schweins“ ist eine Huldigung an das Landleben: saulustig, mit üppig Herz und viel mehr als Bauernschläue.

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