BERNE - Neujahrsempfang beim Bürgerforum Berne: Vorsitzender Bernd Bremermann freute sich bei seiner Begrüßungsrede über die Resonanz und konnte nach eigenen Angaben über 60 Gäste, darunter Werner Kehlenbeck, Vorsitzender des Awo-Verbandes Region Unterweser, und Arnold Hansen, Vorsitzender der Freien Wähler-UWG Ganderkesee, begrüßen.
Kritik am Rat
Kehlenbeck beklagte in seinen Grußworten die Kostenfolge aus der Gesundheitsreform sowie die hohen Pflegesätze. Er berichtete über das Engagement der Awo-Region Unterweser zum Thema „Kinderarmut und Altersarmut in der Wesermarsch“.
Arnold Hansen hob die nun schon über ein Jahr dauernde gute Zusammenarbeit mit dem Bürgerforum hervor, die auf Initiative der Ganderkeseer auch zu regelmäßig stattfindenden kommunalpolitischen Stammtischen der UWGs geführt hat. Die FW-UWG Ganderkesee werde das Bürgerforum im Hinblick auf die Kommunalwahlen unterstützen, so Hansen.
Bremermann erklärte in seiner anschließenden Rede, dass es wohl kreishausintern eine Auskunftssperre hinsichtlich von Anfragen des Bürgerforums gäbe. Dies erschwere die Arbeit des Bürgerforums. Bremermann kritisierte außerdem das viel zu lange Genehmigungsverfahren Mode W und die Haltung der Kreistagsmitglieder Höbrink und Brüning, beide SPD, sowie Björn Thümler (CDU) in der Verbandsversammlung der EWE im Hinblick auf die Strompreiserhöhungen und vollständige Rückzahlungen.
Sportvereine beteiligen
Der Antrag des Bürgerforums auf Einrichtung eines Standortes Berne des Jobcenters Wesermarsch aus dem September 2010 sei bisher nicht beraten worden und liegt jetzt beim Vorsitzenden der Trägerversammlung. Der Rat der Gemeinde Berne habe auf den Antrag auf Unterstützung des Bemühens des Bürgerforums bisher nicht reagiert.
Zur Gemeindepolitik stellte der Vorsitzende des Bürgerforums fest, dass der Gemeinderat politisch nicht mehr existent sei, Anträge der Fraktionen gebe es nicht mehr, Verwaltungsvorlagen würden ohne Veränderung abgenickt.
Bei der Planung der Sporthalle Ganspe forderte er die rechtzeitige Beteiligung der Sportvereine vor Ort ein. Die Abberufung der Bezirksvorsteher in Berne wurde von den Anwesenden als unwürdig bezeichnet, da vorher keine Gespräche mit den Betroffenen geführt wurden.
Keine Zusammenarbeit
Bremermann ging auch auf die mögliche Zusammenarbeit mit den Unabhängigen in der Wesermarsch ein. Da der Vorstand der UW Wesermarsch Vorbehalte gegen seine Person wegen „schwebender Verfahren“ habe, sei eine Zusammenarbeit zur Zeit nicht aktuell. Bremermann konnte sich den Hinweis nicht verkneifen, dass die UW Wesermarsch aber mit einem vorbestraften Bürgermeister zusammenarbeite.
