BERNE - Die Gemeinde kooperiert mit dem CVJM Sozialwerk. Und setzt auf Kontinuität.
von Hauke Fooken
BERNE - „Im Jugendtreff beginnt eine neue Ära.“ Dass sich Bernes Bürgermeister Bernd Bremermann über die Maßen über die Entwicklung beim Jugendtreff freut, liegt auf der Hand. Wird doch die mitunter etwas halbherzig und provisorisch anmutende Jugendarbeit im Dorfgemeinschaftshaus durch die Kooperation zwischen Gemeinde und CVJM Sozialwerk Wesermarsch auf eine solide Basis gestellt. „Wir haben uns im Jugendtreff von Jahr zu Jahr hingehangelt. Jetzt wollen wir für Kontinuität sorgen“, sagte Bremermann am Donnerstag bei der Vorstellung des neuen Jugendbetreuers Matthias Bruns. Mit Bruns habe man einen Fachmann gefunden, der während der kommenden drei Jahre fundierte Jugendarbeit machen werde.Wie berichtet, zahlt die Gemeinde pro Jahr 26 000 Euro an das CVJM Sozialwerk. Das Geld deckt die Personalkosten und die Ausgaben für Sachmittel ab. Bremermann: „Das Sagen im Jugendtreff hat künftig das CVJM Sozialwerk. Die erlassen die Hausordnung und sorgen für einen vernünftigen Ablauf.“
Die Zusammenarbeit mit dem CVJM habe sich sehr kurzfristig ergeben. Als klar wurde, dass Antje Seebeck, die bisherige Jugendbetreuerin auf Ein-Euro-Job-Basis, nicht mehr zur Verfügung steht, habe man sich nach einem neuen Partner umgeschaut und mit dem CVJM Sozialwerk gefunden, so Bremermann.
Zur Erinnerung: Das Sozialwerk unterhält in Berne bereits eine Jugendhilfeeinrichtung, die von Erika Schmidt geleitet wird. Schmidt zeichnet ab sofort auch für den Jugendtreff mit verantwortlich.
„Wir wollen im Treff neue Strukturen schaffen. Wir wollen mehr als Fußball, Billard und laute Musik“, kündigte Schmidt an. Ziel sei es, den Jugendlichen Angebote zu unterbreiten, die ihnen während der Schulzeit und beim Einstieg ins Berufsleben helfen können.
„Wir wollen die Jugendlichen nicht allein lassen“, umschrieb Gerhard Haase (CVJM Sozialwerk Wesermarsch) eigene Ansprüche. Haase war es auch, der die Gemeinde Berne für ihr finanzielles Engagement lobte: „Offene Jugendarbeit wird in der Wesermarsch kaum noch praktiziert.“
Der neue Jugendbetreuer ist 24 Jahre alt, wohnt in Jade, hat Dachdecker gelernt und eine Ausbildung zum Arbeitspädagogen durchlaufen. Kaum eine Woche im Amt, denkt er intensiv über künftige Projekte nach: „Das kann etwas mit Musik oder Medien sein. Aber auch Nachhilfe – ältere Jugendliche helfen jüngeren – kommt in Betracht.“ Großen Wert legt er darauf, dass die Jugendlichen den Jugendtreff gemeinsam mit ihm leiten: „Dazu wählen wir gerade einen Jugendrat.“ Ein Kiosk im Treff und Wochenend-Diskos sind geplant.
Der Treff ist dienstags bis donnerstags von 15 bis 19 Uhr und freitags von 16 bis 21 Uhr geöffnet. Zurzeit kommen täglich bis zu 30 Jungen und Mädchen in den Treff.
