BERNE - Manche Menschen haben eine Mülltonne, andere nehmen die Ollen. Diesen Eindruck zumindest mussten Schaulustige gewinnen, die am Donnerstagabend drei „Müll“-Tauchern bei der Arbeit zusahen.
Auf Initiative der Berner Ollenfestgemeischaft suchten die Sporttaucher Tom Kuhrsawe (Berne), Dieter Fleischer (Brake) und Gerd Reins (Wiefelstede) den Ollengrund zwischen Schulzentrum und B-74-Brücke ab. Was sie dabei zutage förderten, lässt staunen. Neben zum Teil gut erhaltenen Fahrrädern bargen sie auch Verkehrsschilder, Autoreifen, Metallteile und Flaschen. Knapp vier Stunden lang suchten die mit Neoprenanzügen und Pressluftflaschen ausgerüsteten Sporttaucher im extrem trüben, zirka zwei Meter tiefen und 16 Grad kaltem Wasser nach Müll. Am Ende füllten sie einen ganzen Lastwagenanhänger mit ihren Fundstücken. Bei der Bergung wurden sie an Land von einem fünfköpfigen Team unterstützt. Geleitet wurde der unentgeltliche Taucheinsatz vom Berner Kay Baak.
„Es ist unglaublich und unverschämt, was so manche Zeitgenossen einfach in die Ollen kippen“, kommentierte Manfred Tholen von der Ollenfestgemeinschaft. Die Gewässergrundreinigung fand bereits zum dritten Mal statt. Tholen: „Dank der Taucher können wir die Unfallgefahr für die Aktiven beim anstehenden Ollenfest minimieren.“
Ihre Tauchreviere sind die Seen und Flüsse der Region
Im Verein„Sporttaucher
e.V.“ trainieren knapp 40 begeisterte Froschmänner und -frauen. Im Winter üben sie im Hallenbad Elsfleth (dienstags von 19 bis 20.30 Uhr) und im Hallenbad Rastede (montags 8 bis 8.45 Uhr) den Umgang mit Taucherbrille, Pressluftflasche und Neoprenanzug. Getaucht wird natürlich auch in Seen und Flüssen in der Region. Regelmäßig brechen die Sporttaucher zu größeren Tauchreisen auf. Ein beliebtes Tauchrevier ist dabei das Rote Meer.Mehr Infos unter
