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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Berne

Der Tragödie ein Gesicht geben

23.09.2017

Berne „Ein Morgen vor Lampedusa“ heißt die szenische Lesung, zu der die Kreisarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege des Landkreises Wesermarsch an diesem Samstag, 23. September, 18 Uhr, in die Warflether Kirche einlädt. Antonio Umberto Riccò hat den Text geschrieben, der von einer der schlimmsten Tragödien im Mittelmeer handelt.

Aus der Sicht der 545 Geflüchteten, von denen am 3. Oktober 2013 direkt vor der italienischen Insel 368 Menschen ertranken, aus Sicht der Fischer, die verzweifelt, sich im Zwiespalt zwischen Menschlichkeit und Gesetz befindend, die Geflüchteten zu retten versuchten, oder aus der Sicht der Bergungstrupps, denen sich Bilder in die Köpfe brannten, die sie nie vergessen werden, handelt die unter die Haut gehende Lesung. Sie wird von Francesco Impastato musikalisch begleitet.

In der Welt sind 65 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, politischer Verfolgung oder Hunger. Das seien so viele, wie noch nie zuvor. Doch trotzdem rückt das Flüchtlingsthema immer mehr in den Hintergrund, macht Ralf Bunte, Geschäftsführer der Caritas Wesermarsch, klar. Besonders schlimm sei, dass es oftmals deutsche Waffen sind, vor denen die Menschen in den Kriegsgebieten fliehen, fügt die Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Wesermarsch, Karin Schelling-Carstens, hinzu. Im Wahlprogramm vieler Parteien geht es inzwischen um Abschiebung oder das Schließen von Grenzen, anstatt um Integration, so die Erfahrung von Bunten und seinen Mitstreitern aus den Wohlfahrtverbänden, die mit der szenischen Lesung ein Zeichen setzen wollen.

„Lieber bunt statt braun“, lautet das Motto, unter dem sich Ludger Abeln und Rolf Schnieders (Caritas), Peter Deyle (DRK), Karin Schelling-Carstens (Diakonie) und Lotti Siegel (AWo) als Vortragende zusammengeschlossen haben. Und das sei eine Besonderheit, macht Deyle klar. Der DRK-Wesermarsch Geschäftsführer erklärt, dass die vielfältigen Aufgaben nur gemeinsam gestemmt werden können. Dabei müsse offen mit-einander gearbeitet werden.

Statt Eintritt wird um eine Spende für den Rechtsfonds des Bundesverbands für unbegleitete Flüchtlinge gebeten. Im Anschluss an die Lesung gibt es ein Gespräch mit dem Migrationsexperten Dietmar Fangmann vom Landescaritasverband Oldenburg.

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