Berne - Klar festgeschrieben wurde es nicht, die Tendenz aber war klar: Der Bereich „Stadtumbaugebiet Historischer Ortskern Berne“ wird sich vorrangig auf den Bereich Lange Straße (von Autohaus Lampe bis zur Bahn), den Breithof, die Weser- und Bahnhofstraße und das Flüsschen Berne (von Bahnhofstraße bis Mündung in die Ollen) umfassen. Das war ein Ergebnis der zweiten Sitzung der Lenkungsgruppe – sie tagte am Montag im Ratssaal –, das jetzt in den politischen Gremien diskutiert werden kann.

Ergebnis Nummer zwei: Die erste Maßnahme der Sanierung des Ortsumbaus Historischer Ortskern soll auf dem Breithof umgesetzt werden. „Er soll der Leuchtturm sein“, sagte Karl-Ernst Thümler und ein Zeichen setzen, dass etwas passiere. Liegen erste Entwürfe vor, werden Bürger informiert, versprach Bürgermeister Franz Bittner. Das soll auch bei weiteren Umbaumaßnahmen erfolgen.

Die genau Abgrenzung des Stadtumbaugebietes wird das Ingenieurbüro Boner und Partner kartieren, so dass klar zu erkennen sein wird, wo Sanierungsmaßnahmen möglich sind und eventuelle Gelder erwartet werden können.

Ideen aus der Bevölkerung, die die Verwaltung von den Mitgliedern der Lenkungsgruppe nach der Auftaktsitzung erhofft hatte, blieben weitgehend aus. Lediglich die Gestaltung der Berne, das Gebiet nördlich der Weserstraße und die Lange Straße von Lampe bis Schnare wurden erörtert. Am Ende war klar, dass das angesprochene Gebiet an der Langen Straße aus der Sanierung herausfallen sollte, die Berne wieder zu einem intakten Gewässer umgestaltet und die freien Plätze nördlich der Weserstraße für den Bau weiterer Häuser genutzt werden sollten. Damit würden mehr Menschen in der Nähe des Zentrums leben.

Ansonsten waren die Ideen der Mitglieder der Lenkungsgruppe an diesem Abend eher mager. Sie, die Bindeglieder zu Bevölkerung sein und deren Ideen mit einbringen sollten, hielten sich bedeckt. Auch die Chance zu prüfen, was sich im Vergleich zu 2004 verändert hatte, als zum ersten Mal ein Konzept zur Sanierung des Ortskern erstellt worden war, blieb ungenutzt.

Vergeblich wurde auch auf Anregungen gewartet, die bei der Erstellung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) für die gesamte Gemeinde Berne von Bedeutung wären. Hier geht es darum, Ziele und Maßnahmen für eine zukunftsfähige Ortsentwicklung aufzuzeigen. Hinweise wie „die Bürger aus dem Moor fahren sowieso nach Hude“ waren eher kontraproduktiv. Hilfreicher wären Tipps gewesen, wie Berne zusammenwachsen kann.

Franz Bittner betonte, dass man vorwärts kommen müsse, um bald erste Entscheidungen zu treffen. Und das sowohl beim Umbaugebiet Historischer Ortskern – hier können schon 600 000 Euro abgerufen werden –, als auch beim ISEK, mit dem die Gemeinde-Entwicklung gesteuert werden soll.

Die nächste Sitzung der Lenkungsgruppe findet am 17. März statt, einen Tag später will sich der Ausschuss der Gemeinde mit dem Thema beschäftigen. Bleibt abzuwarten, welche Vorschläge die Lenkungsgruppe den Mandatsträgern bieten kann.