Berne - „Eine Partnerschaft, die nicht mit Leben gefüllt ist, ist nicht sinnvoll!“ Deutlich äußerte sich Bernes Bürgermeister Franz Bitter in der Ratssitzung am Dienstagabend, als er eine Anfrage von Bernd Bremermann (Bürgerforum Berne), ob die Partnerschaft mit der ungarischen Gemeinde Vertessomlo (Schemling) noch lebt. Der letzte offizielle Kontakt fand nach Wissen des Bürgermeisters im vergangenen Jahr statt, als eine kleine Delegation aus Ungarn zu den Feierlichkeiten 50 Jahre Jugendfeuerwehr Warfleth in die Wesermarsch gekommen war.
Aus Bittners Sicht verblasst die Beziehung zurzeit ein wenig, so wie auch die Schilder an den Ortseingängen. Das hat er seinem ungarischen Kollegen mitgeteilt. In den vergangenen drei Jahren habe er Weihnachtsgrüße in die Partnergemeinde geschickt, aber keine Reaktion darauf erhalten. Bittner wies darauf hin, dass eine Partnerschaft von den Bürgern gelebt werden müsse. Dies sehe er zurzeit nicht in ausreichendem Maße. Er wies aber gleichzeitig daraufhin, dass es aber im privaten Bereich intensivere Kontakte zwischen Teilen der Bevölkerungen der Gemeinden gebe.
Die Verbindung zu der ungarischen Gemeinde war 2001 über die Ländliche Erwachsenenbildung zustande gekommen. Nachdem anfangs auf Verwaltungsebene der Kontakt gesucht wurde, gab es später Verbindungen über die Kindergärten, die Schulen und vor allem die Feuerwehren.
Dieter von Oesen, einst Beauftragter der Gemeinde für die Partnerschaft im Bereich Feuerwehrwesen, findet es schade, dass die Kontakte auf offizieller Ebene weniger werden. Er selbst habe noch Kontakt nach Ungarn, sagte er in einem Gespräch. Private Initiativen müssten auch von Seiten der politischen Gremien mehr Unterstützung finden, empfiehlt er. Er selbst hält es für wertvoll, diese Partnerschaft mit Leben zu füllen.
