• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Berne

„Die saufen, was das Zeug hält“

06.06.2008

BERNE Pöbelnde Jugendliche, illegale Lagerfeuer, Sachbeschädigungen – die Gemeinde Berne hat Probleme, vor allem an den Stränden. Dies wurde am Dienstag bei einem Treffen im Rathaus deutlich, zu dem der Präventionsrat (PR) eingeladen hatte.

Heike Gloystein, Helmut Bruns (beide DLRG), Ulf Jonuscheit (AG Wohnumfeld Berne) und Olaf Brammer (Campingplatz Juliusplate) nahmen dabei kein Blatt vor den Mund. So sagte Jonuscheit, dass sich die Lage in den vergangenen zwei Jahren „verschärft habe“. An Wochenenden randalierten Jugendliche im Bereich von Schwarzer Weg, Raiffeisenstraße und Holzbrücke: „Manche Bürger denken schon über Wegzug nach.“

Gloystein und Bruns bestätigten die Aussagen. Auch die DLRG-Station auf der Juliusplate, ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche, gerate immer wieder in das Visier von Vandalen. Campingplatz-Betreiber Olaf Brammer muss viel Mut aufbringen, um gegen Lagerfeuer im Naturschutzgebiet vorzugehen. Einmal bedrohte ihn ein Jugendlicher mit den Worten „Ich steche Dich ab“. Gerade zu später Stunde habe er „Muffe“: „Die saufen, was das Zeug hält.“

Der PR mag dies alles nicht akzeptieren: „Wir wollen versuchen, eine Form zu finden, Grenzen zu setzen“, sagte Thomas Röhreke, stellvertretender Vorsitzender. In einem ersten Schritt würden deshalb Jugendliche vom Jugendtreff mithelfen, die Schäden an der DRLG-Station auszubessern. An die Adresse von Bürgermeister Bernd Bremermann gerichtet, forderte er größere Mülltonnen für die Juliusplate. Mit den Fähren Bremen-Stedingen habe man ebenfalls Kontakt aufgenommen: „Die könnten rechtzeitig Infos über Pendler aus Bremen, die zur Juliusplate wollen, liefern.“ Im Notfall müsse die Polizei eingreifen.

Apropos Polizei: Thomas Diekena (Polizei Berne) und Jürgen Zimmer (Präventionsbeauftragter der Polizeiinspektion) räumten ein, dass ihnen die Problematik „kaum bekannt“ sei. „Wenige Straftaten sind in diesem Bereich aktenkundig“, so Diekena. Der Grund: „Viele Bürger wissen zwar um diverse Vorfälle, scheuen aber eine Anzeige.“ Nur wenn die Polizei gerufen werde, könne sie auch eingreifen. „Ohne Zeugen und ohne Zivilcourage geht es aber nicht“, meinte Zimmer.

Angesichts der zugespitzten Situation kündigte Röhreke an, „die Debatte über Bürgerstreifen“ neu beleben zu wollen. Gleichzeitig wünschte er sich eine stärkere Polizeipräsenz.

Bürgermeister Bremermann verwies darauf, dass es in Berne schon öfter Vandalismus gegeben habe. Für ihn ist die Polizei ebenfalls der erste Ansprechpartner. Er bedauerte es, dass die Kommunen häufig mit derartigen Problemen allein gelassen würden: „Hier wurde an der falschen Stelle gespart.“

Übrigens: Nicht auszuschließen ist, dass die Polizei an den Berner Stränden in Kürze eine Razzia durchführt.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.