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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Berne

Johanniter kommen mitten in den Ort

07.02.2013

Berne Wer das Haus an der Ecke Lange Straße/Weserstraße in Berne betritt, stockt, staunt und blickt auf einen mit Panzerglas abgetrennten Bereich. „Das haben wir absichtlich so gelassen, denn wir finden es irgendwie besonders“, erläutert Diether Liedtke, Ortsbeauftragter für die Johanniter-Unfallhilfe (JUH) in Berne und fügt hinzu: „Eine Scheibe haben wir abgenommen, damit die Kommunikation besser funktioniert.“ Er beaufsichtigt an diesem Morgen die Arbeiten in den ehemaligen Bankräumen, die die Johanniter jetzt umgestalten, um sie am kommenden Mittwoch zu eröffnen und einen Tag später zum ersten Mal für die Lebensmittelausgabe „Radieschen“ zu nutzen.

„Es gibt einen Ratsbeschluss, dass die Container, in denen die Lebensmittelausgabe bislang untergebracht war, abgerissen werden sollen. Das steht an. Also mussten wir uns nach anderen Räumen umsehen“, erläutert Liedtke. Und er ist froh, ein neues Zuhause in unmittelbarer Nähe gefunden zu haben. Mehr noch. „Wir sind jetzt im Ort präsent“, freut er sich über die neuen Räume. Und die Menschen, die die Lebensmittelausgaben nutzen, müssten jetzt nicht mehr vor der Türe warten. „Das war diskriminierend“, sagt Diether Liedtke.

Liedtke und seine meist ehrenamtlichen Helfer mussten eine Menge arbeiten, um alle Ansprüche der Behörden zu erfüllen. Teppichboden musste durch PVC ersetzt werden, neue Wasserleitungen verlegt, die Wände frisch gestrichen und die Vorhänge entfernt werden. Ungefähr auf 8000 Euro beziffert er den Betrag, den die Johanniter bislang aufbringen mussten.

Jetzt haften Folien an den Scheiben und weisen darauf hin, dass die Johanniter in diesen Räumen zu finden sind. Denn neben der Lebensmittelausgabe „Radieschen“, die von Ehrenamtlichen betreut wird, soll auch mit der Ambulanten Pflege der JUH ein Bereich dort untergebracht werden, in dem Angestellte arbeiten. „In unserer Dienststelle in Bardenfleth bekommen wir Platzprobleme“, erklärt Dieter Liedtke. Die Organisation würde sich in vielen Projekten engagieren, unter anderem im Hausnotruf für Senioren. Und durch den Umzug sei die JUH auch im Ort präsenter.

Im Gegensatz zu den alten Räumlichkeiten muss die JUH jetzt Miete zahlen. Froh ist Liedtke, dass es dabei wohl Unterstützung aus den Gemeinden geben wird, deren Bewohner die Lebensmittelausgabe nutzen: Lemwerder hat schon signalisiert, dies zu tun. Berne und die Stadt Elsfleth werden wohl folgen.

Am kommenden Mittwoch wird sich eine Gruppe Geladener einen Eindruck von den Räumen verschaffen können. Und feststellen, dass es einen gewissen Reiz besitzt, in einen Raum zu kommen, in dem ein Teil durch Panzerglas geschützt ist.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/wesermarsch 
Fried-Michael Carl Berne/Lemwerder / Redaktion Elsfleth
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