NEUENHUNTORF - Verbandsvorsteher Bohn warnt vor einem Anstieg des Meeresspiegels Die Flut werde keine Vernunft annehmen.
von Hauke Fooken,
Redaktion Elsfleth
NEUENHUNTORF - „Es ist besser die Deiche zu erhöhen, als darauf zu hoffen, dass die Flut Vernunft annimmt.“ Beim Festakt anlässlich des 150-jährigen Bestehens des I. Oldenburgischen Deichbandes unterstrich gestern Verbandsvorsteher Christel Bohn die Dringlichkeit von Küsten- und Hochwasserschutz.Angesichts eines steigenden Meeresspiegels sei es unerlässlich, die Deiche im Unterweserraum zu verstärken, sagte Bohn vor rund 100 geladenen Gästen, darunter der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander auf Gut Neuenhuntorf (Gemeinde Berne).
Der I. Oldenburgische Deichband ist für die Unterhaltung der Deiche an Weser, Hunte und Ochtum zuständig. Das Verbandsgebiet umfasst rund 28 500 Hektar, die Deichlinie misst 63 Kilometer. Zirka 30 000 Beitragszahler sind im Verbandsgebiet deich- und sielpflichtig. Ihre Beiträge – pro Jahr kassiert der Deichband etwa 1 Million Euro – fließen in die Unterhaltung der Deiche.
Mehrere verheerende Sturmfluten führten im 19. Jahrhundert zu einer Neuorganisation der Deichverwaltung im Großherzogtum Oldenburg. Mit der seit dem 1. Januar 1856 gültigen Deichordnung wurde das Recht vereinheitlicht. Fortan kümmerten sich vier Deichbände, später drei, um die Deiche in ihren Abschnitten.
