NEUENKOOP - „Wir wohnen gern hier“, sagt Susanne Kayser, und ihre Nachbarin Monika Klebsattel bestätigt das. Die Mehrheit der Bewohner findet das Neubaugebiet Neuenkoop attraktiv. Es könnte aber noch attraktiver werden.

Ähnlich wie Martin Kusch (die NWZ berichtete) wünschen sich auch die anderen Bewohner den Endausbau der Straßen und einen wirksamen Lärmschutz an der nahen Eisenbahntrasse. Anders als Martin Kusch wollen sie aber nicht die Gemeinde verklagen. Auch von einer Demonstration vor dem Rathaus halten sie nicht viel. Sie planen, sich während der Bürgerfragestunde im Rat zu Wort zu melden. Die nächste Sitzung, auf der allerdings auch andere brisante Themen zur Sprache kommen, findet am kommenden Dienstag, 22. Juli, im Ratssaal statt. Beginn ist um 20 Uhr.

Ein Problem ist aus Sicht der Anlieger die Pfützenbildung auf der provisorischen Erschließungsstraße. Außerdem wünschen sie eine bessere Bestückung des Kinderspielplatzes mit Spielgeräten und den Austausch des Sandes. „Wir haben der Gemeinde sogar angeboten, eine Patenschaft für den Spielplatz zu übernehmen, wenn die Gemeinde ihn in den Endzustand gebracht hat“, sagt Anwohner Thomas Kayser.

Der aus Sicht der Bewohner etwas lieblose Umgang mit dem Neubaugebiet mache den Grundstückskauf dort nicht gerade attraktiver, sagt Siegfried Eik. „Man kommt sich vor wie auf dem Abstellgleis.“

Weil die Anlieger um die finanziellen Probleme der Gemeinde Berne wissen, äußern sie sich bescheiden: „Wir wollen, dass das Projekt hier in kleinen Schritten zu Ende gebracht wird“, erklärt Thomas Kayser. Die Verwaltung solle einen Zeitplan vorlegen, fordert er.