Berne - Liegt die Gründung jetzt 38 oder gar schon 40 Jahre zurück? So genau wissen das die Mitglieder von „Just for Fun“, der Tanzgruppe des Stedinger Turnervereins, nicht mehr. Umso besser ist dagegen der Spaß, den sie in all den Jahren zusammen hatte und der dem Namen alle Ehre macht, in Erinnerung geblieben. Großen Spaß und Erfolg hatte die Gruppe mit dem „Tanz durch die Jahrzehnte“, vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart, den sie beim 150. Geburtstag des Stedinger Turnvereins aufführte.
Wie vielerorts fehlte es jedoch auch bei den „Just for Fun“-Tänzerinnen an Nachwuchs, so dass man sich nun schweren Herzens entschloss die Gruppe aufzulösen. Beim letzten Training am Dienstag überraschten die Tänzerinnen ihre Übungsleiterinnen Nicole Schwane und Tiina Nagler nicht nur mit Blumensträußen, sondern auch mit einer Auswahl der Kostüme, die sie während der Auftritte und Wettbewerbe in den letzten Jahren getragen hatten. „Das Meiste ist aber dem Brand der Turnhalle zum Opfer gefallen“, erinnerte sich Nagler an die schrecklichen Momente 2008, als die Sportstätte in Flammen aufging.
Zu landesweiten Wettbewerben trat die 1996 auf „Just for Fun“ getaufte Gruppe an. In Goslar schafften es die Bernerinnen dabei sogar einmal auf den fünften Platz aller niedersächsischen Teilnehmer, erinnerte sich die muntere Frauenrunde stolz.
Doch das ist nun endgültig Vergangenheit, genau wie die vielen tollen Erinnerungen an gemeinsame Radtouren oder Wochenendfahrten. „Selbst im Zehnbettzimmer der Jugendherberge hatten wir Spaß. Das ist durchaus nicht überall selbstverständlich“, schmunzelte Hannelore Deters. Sie gehörte, genau wie Brigitte Heuer oder Annelie Gebken von Anfang an dazu. Dafür, wie fit das Tanzen hält, sind die drei der beste Beweis, denn als Nonne, Bauchtänzerin oder im 70er-Jahre-Outfit mit Schlaghose machen sie noch immer eine gute Figur beim Can-Can, Samba oder Getrommel des Safri-Duos – dem Lieblingstanz von Hannelore Deters.
„Tänzerische“ Pläne für die Zukunft gibt es auch, verrät Nicole Schwane: Nach den Osterferien soll es mit „LaGym“, einer Mischung aus Aerobic und Zumba, weitergehen.
