Berne - Rund 30 Kilometer Entwässerungsgräben und -grüppen kontrollierten Vertreter der Gemeinde Berne und des Entwässerungsverbands Stedingen in dieser Woche. „Wie überlebenswichtig gerade im Stedinger Land ein funktionierendes Entwässerungssystem ist, haben die meisten Bürger hier erkannt. Selbst Starkregen ist kein Problem. Höchstens mal ein freundlicher Erinnerungsbrief ist bei manchen Eigentümern nötig. Aber Verweigerer haben wir hier keine“, ist die Erfahrung von Bauamtsleiter Hartmut Schierenstedt, der dieses Mal mit Bernd Döhle und Jürgen Busch, Vorsitzender und Verbandstechniker des Stedinger Entwässerungsverbands, das dreiköpfige Kontrollteam bildete. Auf die normalerweise vom Landkreis dazugehörigen Mitarbeiter musste die Gruppe ausnahmsweise wegen der Brückensperrung verzichten.
Aus Rücksicht auf die Natur ist die Aufreinigung der Gewässer nur in der Vegetationsruhezeit zwischen dem 1. September und dem 28. Februar erlaubt. „Die Mähkörbe, die wir bei dieser Arbeit benutzen, haben nicht nur den Vorteil, dass sie durch ihre Wasserdurchlässigkeit schonender sind, sondern auch die Stabilität der Ufer hat sich seit ihrem Einsatz sehr verbessert“, so Bernd Döhle. Nicht immer sei das Reinigen jedes Jahr notwendig, denn wichtig sei letztendlich, dass der Bewuchs nicht den Durchlauf behindert. „Die Gräben sollten entkrautet und nicht vertieft werden“, fügte der Bauamtsleiter hinzu, der sich genau notierte, wo Handlungsbedarf bestand.
