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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Berne

Variante mit dem Knick gleich knicken

06.11.2007

BERNE /LEMWERDER Die Variante mit dem Knick kann man knicken – das zumindest ist die übereinstimmende Reaktion in Berne, Lemwerder und Bremen auf einen Vorstoß von Christdemokraten aus Delmenhorst und Ganderkesee zum Verlauf der B 212 neu. Wie berichtet, hatten die Delmenhorster CDU-Landtagsabgeordnete Annette Schwarz und Ansgar Focke (CDU-Landtagskandidat aus Ganderkesee) vorgeschlagen, die B-212-neu-Trasse in Harmenhausen nach Norden abknicken zu lassen, um sie dann auf Bremer Gebiet – nach einer Querung der Weser mit Brücke oder Tunnel – an die A 270 anzubinden. Dadurch würde in Delmenhorst kein zusätzlicher Verkehr auf nicht dafür ausgerichteten Straßen entstehen, argumentierten beide.

„So ein Vorschlag ist schlimm, eine echte Posse“, kommentierte Bernes Bürgermeister Bernd Bremermann (SPD) am Montag. Insbesondere ärgert es ihn, dass der Vorschlag nicht mit den Betroffenen vor Ort abgestimmt wurde: „Das dient nicht der Zusammenarbeit in der Region.“

Aus Sicht von Lemwerders Bürgermeister Hans-Joachim Beckmann (SPD) gehört die christdemokratische Idee schon heute dorthin, wo sie spätestens nach der Landtagswahl landen wird: „In den Papierkorb.“ Die Kompetenz der Ideengeber stellte Beckmann in Frage: „Zurzeit fühlen sich sehr viele Menschen berufen, Straßen zu planen.“ Er hoffe, dass die Planung der B 212 neu durch derartige Vorschläge nicht beeinträchtigt werde. In Hannover und Berlin werde die Diskussion sehr wohl verfolgt. „Wenn dort der Eindruck entsteht, dass wir hier nichts voreinander kriegen, wäre das fatal.“ Überhaupt läge es im Interesse Lemwerders, Bestandteil des Verkehrsnetzes der Region zu bleiben. Schließlich sollen die Verkehrsströme durch die B 212 neu zum GVZ in Bremen gelenkt werden. „Würde der CDU-Vorschlag Wirklichkeit, würden wir abgeschnitten. Das mag für Delmenhorster reizvoll sein, die uns mit dem Fahrrad besuchen möchten. Aber Arbeitsplätze werden dadurch gefährdet“, sagte Beckmann.

Lemwerders FDP-Fraktionschef Harald Schöne gab der CDU-Idee ebenfalls einen Korb: „Der Vorschlag ist unrealistisch und kann als Wahlkampfgetöse abgebucht werden.“

Auf Bremer Seite sorgte die CDU-Variante nur für Kopfschütteln: „Das ist eine Lachnummer“, meinte Erik Petersen, Ortsamtsleiter in Bremen-Blumenthal. Er machte darauf aufmerksam, dass es auf der Weser Seeschiffe gibt, die Häfen in Bremen anlaufen: „Wie müsste dann eine Brücke über die Weser geführt werden, die die entsprechende Durchfahrtshöhe hat? Soll die in Schwanewede enden?“

Wenig Verständnis für seine Parteifreunde zeigte auch der Berner CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler: „Der Vorschlag ist unausgegoren. Den sollten wir schnell vergessen.“ Im übrigen hätten sich die Länder Niedersachsen und Bremen schon vor längerer Zeit über den Verlauf der Trasse verständigt. Thümler: „Dabei wird es auch bleiben, da bin ich mir sicher.“ Ebenso werde sich am Übergabepunkt der B 212 neu auf Bremer Gebiet nicht mehr viel ändern: „Der Übergabepunkt Stromer Landstraße ist der einzige, der Sinn macht.“

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