Westerstede - Auf den Weg in die Schule machen sich ab dem 10. August wieder etwa 1050 Abc-Schützen im Ammerland. Damit sich die Pkw- und Lkw-Fahrer schon jetzt an die unerfahrenen Verkehrsteilnehmer gewöhnen, hat die Polizei und die Verkehrswacht mehr als 20 gelbe Banner an Ortseingängen positioniert. So auch an der Autobahnbrücke in Westerstede.

„Die Polizei, die Verkehrswacht Ammerland und die Schulen arbeiten sehr eng im Bereich der Verkehrssicherheit zusammen“, sagt Hermann Nee, Verkehrssicherheitsberater beim Polizeikommissariat Westerstede. Mit der Prävention so früh wie möglich zu beginnen sei wichtig, ergänzt er. Deshalb starte die Verkehrserziehung auch bereits im Kindergarten. „Kinder im Vorschulalter werden in der Regel unmittelbar vor den Ferien auf Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam gemacht“, so Nee. Das werde dann in der Schule fortgesetzt.

„Neben dem Kindergarten und der Schule müssten aber auch die Eltern mithelfen und ihren Kindern das richtige Verhalten vermitteln“, sagt Ludger Elsen, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes (ESD) beim Polizeikommissariat in Westerstede.

Im Ammerland wurden in diesem Jahr bislang fünf Unfälle, die auf dem Schulweg passiert sind, registriert, davon zwei in Westerstede und drei in Bad Zwischenahn. Die Polizei nahm im vergangenen Jahr insgesamt zwölf Schulweg-Unfälle auf, drei in Westerstede und neun in Bad Zwischenahn. Diese Unfälle seien auf ein Fehlverhalten im Straßenverkehr zurückzuführen, häufig seitens der Schulanfänger, so Elsen.

Bewährt habe sich in Apen der Einsatz von 14 Verkehrshelfern, sagt Rudolf Schürzig, Vorsitzender der Verkehrswacht Ammerland. Da wo Verkehrshelfer unterwegs seien, komme es zu keinen Unfällen. Auch in Edewecht sind nahezu 20 Verkehrshelfer aktiv. „Das Modell bewährt sich seit 60 Jahren“, so Schürzig.

Dass mit dem Schulbeginn Anfang August vermehrt auf die Schulwegüberwachung gesetzt werde, kündigte Elsen an. Mindestens sechs Wochen lang werde dann regelmäßig Streife gefahren und kontrolliert.

Manchmal reiche es ja schon, wenn die Polizei Präsenz zeige, so Elsen. Verkehrsteilnehmer müssten sich zudem auf Geschwindigkeitsmessungen – vor allem in der Nähe von Schulen – einstellen.