Molbergen - In einer eindrucksvollen Abschlussfeier unter dem Motto „Die Segel sind gesetzt“ wurden am Freitag 119 Schüler aus der Anne-Frank-Schule Molbergen entlassen. Rektorin Petra Hensen begrüßte zu Beginn ihrer Rede in der Turnhalle der Schule neben Bürgermeister Ludger Möller die Eltern, Lehrer und Schüler und viele Gäste.
„Wir haben euch wichtige Kriterien wie Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und projektorientiertes Arbeiten vermittelt. Ihr habt in vielen Situationen bewiesen, dass ihr diese Qualifikationen beherrscht.“ Sie ermahnte die Schüler, sich realistische Ziele zu setzen. „Man kann den Wind nicht ändern, man muss die Segel richtig setzen“, betonte Hensen, die während ihrer Ansprache von Ursula Elbers simultan ins Plattdeutsche übersetzt wurde.
Möller, der seine Rede noch selbst ins Plattdeutsche umgeschrieben hatte, verglich die Schulzeit mit einem Omnibus. Das Schlagwort heiße „mit allen“. Bisher seien die Schüler mit allen zusammen gefahren, einem Lehrer als Schaffner und Fahrer und Haltestellen am Ende des Schuljahres. Jetzt müsse sich jeder seinen Fahrplan und seine Haltestellen selbst zurechtlegen. Das sei nicht immer einfach. „Und es gibt auch einen Gemeindebus. Nutzt ihn! Arbeitet mit in den Vereinen, Gruppen, in der Kirche oder im Gemeinderat. Packt mit an“, appellierte Möller.
Evelina-Ramona Renz dankte der Schule, dass nun mit dem Setzen der Segel das Schwerste überstanden sei, auch wenn das Schiff manchmal zu kentern drohte. „Dank der Schule sind wir in der Lage, neue Ufer zu ergründen“, freute sich die Vertreterin der Entlassschüler. Marcel Wulfers wünschte den Schulabgängern auf Plattdeutsch viel Erfolg, den man auch haben könne, ohne dabei den Spaß zu verlieren. „Jetzt müssen wir ohne euch auskommen“, bedauerte er.
Dann war es soweit und die Zeugnisse wurden verteilt. Dabei galt es auch, Schüler für besondere Leistungen zu ehren und die Jahrgangsbesten auszuzeichnen. Dies sind Christian Hagen (Klasse 9), Diana Diener (H10), Luisa Wernke (R10a) und Angelique Pankratz (R10b).
Von den 119 Abschlussschülern erhielten 26 den Hauptschulabschluss, 43 einen Sekundarschulabschluss und 35 den Erweiterten Sekundarschulabschluss und erwarben damit die Berechtigung, an ein Gymnasium zu wechseln.
15 Schüler wollen im nächsten Jahr die Klasse H10 besuchen, 26 Jugendliche werden eine Ausbildung beginnen, 63 auf eine weiterführende Berufsschule, zwölf an ein Gymnasium gehen. Zwei Schüler engagieren sich für ein Jahr im Bundesfreiwilligendienst.
