Bösel - An vielen Schulen in Deutschland gibt es sie: die Streitschlichter – Schüler, die eingreifen, wenn es Zank und Streit auf dem Schulhof gibt. Auch die Böseler Grundschule St.-Martin-Schule setzt auf die Fähigkeiten ihrer Streitschlichter. Grundschullehrer Daniel Wulfen und Sozialpädagogin Manuela Herbst haben jetzt Kinder zu Streitschlichtern und Mediatoren ausgebildet.

Zur Ausbildung gehört eine wöchentliche Schulung, ein regelmäßiges Training, denn sicheres Auftreten, Gerechtigkeitssinn, Erkennen von Stimmungen, Eingehen auf Gefühle, Gesprächsführung kann man lernen. Drei Regeln sind besonders wichtig: Jeder lässt jeden aussprechen, Schimpfwörter sind verboten. Streitschlichter sind immer neutral. Das Gespräch ist immer vertraulich.

Jetzt wurden die 15 neuen Streitschlichter ihren Mitschülern vorgestellt. Sie tun ihren Dienst freiwillig, sind alle hochmotiviert und wollen gerne Verantwortung übernehmen. Wulfen und Herbst setzen dabei darauf, bei Schülern soziale und emotionale Kompetenzen zu entwickeln: Sie vermitteln Kommunikations- und Konfliktfähigkeit ebenso wie einen Zugang zur eigenen Gefühlswelt.

„Streitschlichter helfen, Gewalt auf dem Schulhof zu vermeiden und sorgen für ein friedliches Miteinander in der Schule“, lobt Schulleiterin Rita Schorling. Und darin seien sie sehr viel erfolgreicher als Lehrer mit Strafarbeiten und Verweisen.