Nordenham - Die Entscheidung ist gefallen: 13 Jugendliche aus den weiterführenden Schulen in Nordenham sind am Mittwoch in das neue Jugendparlament gewählt worden. Die Amtszeit des Gremiums, das die Interessen der Kinder und Jugendliche in Nordenham vertritt, beginnt mit der konstituierenden Sitzung, die am 3. April im Rathaus stattfindet.

Insgesamt 2164 Wahlberechtigte an den sechs Schulen durften ihre Stimmen abgeben. 1525 Schüler machten davon Gebrauch. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,47 Prozent. Das ist deutlich weniger als vor zwei Jahren, als 91,1 Prozent der Schüler ihre Stimmen abgaben. Bei der Wahlbeteiligung liegt die Hauptschule Abbehausen mit 82,78 Prozent an der Spitze. Dahinter folgen die Oberschule (81,31), die Schule am Siel (78,21), das Gymnasium (66,97), die Hauptschule am Luisenhof (60,66) und die Realschule am Luisenhof (56,23).

In den meisten Schulen wurden die Jugendlichen klassenweise in die Wahllokale gebeten. Das Prozedere lief ab wie beispielsweise bei einer Kommunalwahl. Es wurden Wahlvorstände gebildet, die sich darum kümmerten, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Sie zählten die Stimmen aus und meldeten die Ergebnisse an die Stadtverwaltung.

Den Ablauf einer Wahl einzuüben, diese Möglichkeit schätzt Lasse Korb, Berater der Schülervertretung an der Oberschule. Auch Sebastian Wegener, der am Gymnasium Fachobmann für den Bereich Politik/Wirtschaft ist, hält das Jugendparlament für eine sinnvolle Einrichtung. „So lernen die Schüler, dass es erfolgversprechend ist, sich in die Politik einzumischen.“ Die Kandidaten hatten an den Schulen Gelegenheit, sich vorzustellen und Werbung in eigener Sache zu machen.

Zu den Schülern, die am Mittwoch ihre Kreuzchen machten, gehörten auch die beiden 17-jährigen Lara Schaake und Seyma Nur Yesil. „Man kann Einfluss nehmen und die JuPa-Mitglieder direkt ansprechen“, sagt Lara Schaake. Seyma Nur Yesil wünscht sich, dass in Nordenham mehr Angebote für Jugendlichen geschaffen werden.