Wildeshausen - Vertreter aller Fraktionen im Wildeshauser Rat haben sich dafür ausgesprochen, an der Grundschule St. Peter einen Hort mit 40 Plätzen einzurichten. „Ich bin guter Dinge: Wenn wir alle an einem Strang ziehen, schaffen wir das“, betonte Schulausschussvorsitzender Markus Grünloh (UWG). Elternvertreterin Corinna Riedel-Seebacher hatte sich in der „Fragestunde“ nach einer möglichen Empfehlung erkundigt.
Wolfgang Sasse (CDU) betonte in der Schulausschusssitzung am Donnerstagabend, es müssten bauliche Maßnahmen für 40 Kinder erfolgen. Notwendig sei aber eine Gebührenordnung, um die Eltern an den Kosten zu beteiligen. Bürgermeister Dr. Kian Shahidi wies darauf hin, dass lediglich 20 Plätze im Haushaltsentwurf 2013 finanziert seien. Wenn die Politik mehr wolle, müsse sie handeln.
Ausführlich ließen sich die Ausschussmitglieder von Erwin Drefs (Lebenshilfe Delmenhorst/Oldenburg-Land) und Wolfgang Schwarberg von der Landesschulbehörde über die „inklusive Schule“ und die Ganztagsgrundschule informieren. Schon heute gebe es im Primarbereich eine sonderpädagogische Grundversorgung. „Sie sind drei Jahre vor der eigentlichen Zeit“, lobte Schwarberg die Bedingungen in Wildeshausen. Für die Einrichtung so genannter Förderschwerpunkt im Primarbereich sah er keinen Anlass. Wolfgang Däubler (UWG) warnte vor einer Kostendebatte. Man solle zunächst den Elternwillen abwarten.
Gleichwohl diskutierte der Ausschuss lange über einen Zusatzantrag, den Grünloh formuliert hatte. Er regte unter anderem an, die Verwaltung solle einen Beauftragten für schulische Inklusion benennen. Zudem solle zur Unterstützung eine Arbeitsgemeinschaft gegründet werden. Lehrervertreter Harald Küster meinte, ein Ansprechpartner für die Schulen sei durchaus sinnvoll.
Sasse verwies auf einen Ratsbeschluss vom 26. Juni dieses Jahres. Darin sei ein klarer Arbeitsauftrag an die Verwaltung formuliert worden. Der Antrag erübrige sich. „Wir brauchen keine weitere Arbeitsgruppe“, betonte auch Vera Debicki (SPD). Letztlich empfahl der Ausschuss einstimmig einen Arbeitsauftrag. Danach soll die Verwaltung eruieren, in welchem Umfang und mit welchen Beeinträchtigungen möglicherweise Kinder an Wildeshauser Schulen angemeldet werden. Vom Grünloh-Vorschlag blieb der „Beauftragte für Inklusion“.
Einstimmig empfahl der Ausschuss zudem, die Verwaltung solle gemeinsam mit den Grundschulen ein Konzept zur Ganztagsschule erarbeiten (weiterer Bericht folgt).
