ABBEHAUSEN - Zwei Klassen besuchten den Bauernhof der Familie Lübben. Sie lernten dabei viel Neues.
Von der Klasse 4 a der Grundschule Abbehausen
ABBEHAUSEN - „So schwer kann das doch nicht sein mit dem Melken“, denkt Lennard Schröder und zieht an der Zitze der Kuh. Aber: Es kommt keine Milch! Der Bauer Hendrik Lübben lacht und zeigt noch einmal, wie es geht. Oben an der Zitze sanft drücken und dann nach unten streichen. Na also, das geht doch.Wir Kinder aus den Klassen 4a und 4b der Grundschule Abbehausen haben uns mit Rucksäcken und Gummistiefeln auf den Weg zum Bauernhof der Familie Lübben in Enjebuhr gemacht. Georg Lübben, sein Sohn Hendrik und Dorit Gerdes vom Kreislandvokverband haben uns schon erwartet.
Zuerst erzählt Georg Lübben uns etwas über den Hof. Die Gebäude, die jetzt hier stehen, wurden 1945 erbaut; aber der Hof ist schon viel älter. 1840 stand er noch auf der anderen Seite der Straße. 250 Rinder gibt es hier, 100 davon snd Milchkühe. Eine Kuh gibt erst mit etwa zwei Jahren Milch, wenn sie ein Kalb hat. Die erste Milch (Biestmilch) bekommt das Kalb, denn sie ist besonders nahrhaft und sieht ganz gelb aus. Die Kälber bekommen insgesamt sechs Wochen lang Milch, aber zusätzlich auch noch Kraftfutter, Gras, Heu und Silage.
Nun sind wir also im Melkstand. Zwölf Kühe können hier gleichzeitig gemolken werden, sechs an jeder Seite. In der Mitte dazwischen steht Georg Lübben etwas tiefer. So kann er bequem die Melkmaschine ans Euter setzen. Vorher wird das Euter aber gereinigt und die Kuh kurz „angerüstet", das heißt, mit der Hand angemolken. Das Melken mit der Maschine dauert pro Kuh etwa vier Minuten. Währenddessen frisst die Kuh Kraftfutter. Die Melkmaschine wird automatisch abgenommen, wenn die Kuh ausgemolken ist. Zweimal täglich werden die Kühe gemolken, das dauert bei 100 Kühen jedes Mal zwei Stunden. Jede Kuh gibt am Tag etwa 30 bis 45 Liter Milch.
Die Milch wird im Kühlbehälter, der 6000 Liter fasst, gesammelt und dort bei 5 Grad gekühlt. Alle zwei Tage holt der Tankwagen die Milch ab und bringt sie zur Molkerei. Nun ist das Melken beendet und wir haben viel Neues gelernt.
Wir sehen zu, wie die Kühe in den Laufstall gehen. Dort können sie fressen. Jede Kuh hat ein Computerhalsband um, mit dem reguliert wird, wie viel Kraftfutter sie frisst. In der kalten Jahreszeit bleiben die Kühe hier, im Sommer gehen sie auf die Weide.
Nach dem Melken dürfen wir beim Füttern der Kälber helfen. Herr Lübben macht die Eimer mit dem Kraftfutter fertig und wir bringen sie zu den Kälbern. Zwei Kühe sind auch auf der Kälberweide, weil sie bald ein Kalb bekommen.
Nun haben wir uns eine Pause verdient und setzen uns in der Scheune auf Strohballen. Frau Lübben spendiert uns Kakao und Kekse. Viel Spaß haben wir dann noch beim Kuh-Quiz. Danach verabschieden wir uns von der netten Familie Lübben und von Frau Gerdes und marschieren zufrieden zur Schule zurück.
Du möchtest auch gern mal einen Bauernhof besuchen? Kein Problem! Frage doch in der Schule, ob ihr in eurer Klasse auch einen Besuch planen könnt. Eure Lehrerin oder euer Lehrer müssten dann mit Frau Gerdes einen Termin ausmachen ( 04735/810222).
