Wildeshausen - Es gibt unzählige Gründe, Neuseeland zu bereisen. Die Kultur, eine atemberaubende wie vielfältige Natur oder einfach Abenteuerlust. Für Katharina Iken aus Wildeshausen zählt jedoch auch folgendes Argument: Das „Land der Gegensätze“ ist einer der wenigen Flecken Erde, wo es keine Schlangen gibt. Gemeinsam mit ihrer Freundin Kristin Hansen bricht sie am 16. Oktober vom Frankfurter Flughafen nach Neuseeland auf.

Dabei klingen die Pläne der beiden Abiturientinnen doch äußerst mutig: Sechs Monate lang durch ein Land am anderen Ende der Welt streifen und mit Gelegenheitsjobs Geld verdienen. Sky-Diving sowie Bungee-Jumping ausprobieren. Trotz Linksverkehr mit dem Auto fahren. „Das wird bestimmt schwierig, vor allem für mich“, gesteht Kristin Hansen verlegen lächelnd. Die 18-Jährige macht nämlich zurzeit ihren Führerschein.

Den Entschluss, nach der Schule ins Ausland zu gehen, haben die beiden indes bereits in der neunten Klasse gefasst. Katharina Iken machte ihrer Freundin – sie kennen sich seit der fünften Klasse – den Vorschlag. Kristina Hansen war nach kurzer Zeit begeistert von dieser Idee.

Auch die betreuende Organisation war schnell ausgemacht: TravelWorks. Allerdings müssen Weltenbummler mindestens 18 Jahre alt sein, um unter Mithilfe dieser Work-&-Travel-Organisation die Welt erkunden zu dürfen. Dieses „Kriterium“ erfüllen beide nun.

Work & Travel, das bedeutet Arbeiten und Reisen. Also kein erholsamer Urlaub nach der anstrengenden Schulzeit? „Wir müssen uns spontan Arbeit vor Ort suchen und so unser Taschengeld verdienen. Zum Beispiel auf einer Farm“, erklärt Katharina Iken. Auch die Reiseroute ist nicht festgelegt. „Wir schauen einfach, wo es uns gefällt“, ergänzt Kristin Hansen.

Dass es ihnen in Neuseeland aber überall gefallen wird, glauben sie nach Gesprächen mit Freunden und Bekannten zu wissen. „Die Leute sollen sehr freundlich sein. Und Landschaften gibt es dort alle, die man sich nur vorstellen kann“, zählen sie einige Vorzüge der „Kiwi-Insel“ auf.

Doch was, wenn es ihnen dort so gut gefällt, dass sie nicht mehr zurück kommen wollen? Für Deutschland, insbesondere Wildeshausen, gibt es immerhin ein gewichtiges Argument: „Wir wollen unbedingt vor Pfingsten, passend zum Gildefest, wieder zurück sein“, sagt Katharina Iken.

Und Schlangen gibt es in Wildeshausen auch nicht.