Osternburg - Der Abriss des sogenannten „Pestalozzi-Gebäudes“ an der Gorch-Fock-Straße/Ecke Cloppenburger Straße hat begonnen: Mitarbeiter eines Oldenburger Abbruchunternehmens sind seit Mittwoch damit beschäftigt, den ehemaligen Schulbau zu zerlegen. Die GSG plant, das Gelände im nächsten Jahr neu zu bebauen, teilte Prokurist Rainer Zietlow am Donnerstag auf Anfrage mit.

Das 1831 erstellte Gebäude besitzt eine wechselvolle Geschichte mit unterschiedlichen Nutzungen. Es diente unter anderem als Standort der Mädchenschule Osternburg, der Maschinenbauschule und der Volksschule.

Zeitweise war in einem Nebenhaus auch die Polizei (Wache Osternburg) untergebracht. Den Namen erhielt das Gebäude von der Pestalozzi-Schule. Diese Sonderschule, die zuletzt der Schule für Körperbehinderte am Borchersweg angeschlossen war, hatte ihren Sitz dort von 1911 bis 1974.

Danach nutzte die Hauptschule des damals neuen Schulzentrums Osternburg, Sophie-Schütte-Straße, die Klassenräume in dem alten Bau. Später war es die Haupt- und Realschule (HRS).

Die Idee der HRS (heute Oberschule Osternburg), dort zusammen mit dem Menuhin-Projekt ein Zentrum für Naturwissenschaften und Technik entstehen zu lassen, konnte nach Angaben des früheren Schulleiters Werner Kähler wegen des insgesamt maroden Gebäudezustands nicht realisiert werden. Bis Anfang 2012 wurden in dem Bau noch naturwissenschaftliche Fächer unterrichtet. „Da wir das Gebäude so lange nutzten, macht uns der Abriss natürlich traurig“, sagt Oberschuldirektorin Marlies Ramien.

Eigentümerin des ehemaligen Schulgeländes ist inzwischen die GSG. Ins Erdgeschoss des geplanten Neubaus soll nach Angaben von Rainer Zietlow eine Kindertagesstätte mit Krippe einziehen. Das erste Obergeschoss sei für eine Bildungseinrichtung reserviert. Im Obergeschoss werde es fünf bis sechs Wohnungen geben. Das Bauantragsverfahren ist zwar noch nicht abgeschlossen, laut Prokurist Zietlow möchte die GSG aber bereits im Dezember 2014 die Kita eröffnen.