Nordenham - Herzlichkeit und gute Laune lagen in der Luft, als die Leiterin der Oberschule I, Heidrun Beck, und der kommissarische Leiter der Hauptschule Abbehausen, Sebastian Erstling, am Donnerstag im Kasino Friedrich-August-Hütte in feierlichem Rahmen die 92 Schüler der 10. Klassen „ins Leben hinaus“ entließen. Bei der Zeugnisübergabe blieb es dann auch nicht nur beim innigen Händedruck und bei liebevoll verpackten Geschenken. Lehrer und Schüler schlossen sich in die Arme, und viele Tränen rollten.
„Ich bin mir sicher, dass ihr das Rüstzeug für eure Zukunft mitbekommen habt“, sagte Heidrun Beck und bedankte sich bei den Schülern für die vielen schönen Erinnerungen. Ein Dankeschön richtete sie zudem an die Eltern, weil sie durch ihre Unterstützung und ihr Verständnis den Kindern den Weg immer wieder freigeräumt hätten, und schließlich an die Lehrer, die mit Herz und Verstand „und in dem einen oder anderen Fall auch mit fast grenzenloser Frustrationstoleranz“ die Grundsteine für ein erfolgreiches Abschneiden gelegt hätten.
Gute Leistungen
Große Anerkennung für ihre guten schulischen Leistungen sprach Heidrun Beck den Klassenbesten Aileen Pape (10c) und Dilruba Saygin (10b) sowie dem Jahrgangsbesten Tristan Müller (10a) aus. Für besonderes Engagement lobte sie Vanessa Gerdes als Schulsprecherin, Jan Spohler für seine Arbeit in der Schulband sowie Paula Uphoff, Alexa Gringmann und Denise Haferkamp für ihren Einsatz bei der Verschönerung der Schule.
Mit zwei Filmen und mit zwei neu interpretierten Liedern nach den Vorlagen „Über sieben Brücken musst du gehen“ und „Santiano“ beteiligten sich die einzelnen Abgangsklassen am Programm der abwechslungsreichen und kurzweiligen Feier. Die Zeugnisübergabe konnte diesmal nicht in der Aula stattfinden, weil sie aufgrund von Umbauarbeiten nicht zur Verfügung stand.
Natürlich meldeten sich auch die vier Klassenlehrer Martin Koch (10a), Martin Dammann (10b), Stefanie Herter (10c) und Sebastian Erstling (10H) zu Wort. Im Zeitraffer ließen sie die gemeinsamen Schuljahre Revue passieren und pickten sich das eine oder andere lustige Erlebnis heraus. Für viele Lacher sorgte vor allem Martin Koch, der, ausgehend von dem auf die Abschluss-T-Shirts gedruckten Klassenmotto „Wir waren unschuldig, bekamen aber trotzdem 10 Jahre“ – sich in seiner Rede an witzigen Postkartensprüchen orientierte. Schließlich forderte er alle Schulabgänger auf, nicht zu scheuen, auch Neues auszuprobieren: „Denkt immer daran“, gab er ihnen humorvoll mit auf den Weg, „die Arche Noah wurde von Amateuren gebaut, die Titanic von Profis. Also immer machen!“
Die letzten Abbehauser
Die Abschiedsfeier im Kasino war nicht nur von der Örtlichkeit her etwas Besonderes, sondern auch weil die letzten Jahrgänge der ehemaligen Realschule I und der Hauptschule Abbehausen verabschiedet wurden.
Die Zeugnisse der Hauptschüler übrigens führen noch das Dienstsiegel der Abbehauser Lehranstalt, obwohl der Schulstandort schon vor zwei Jahren geschossen wurden und die Schüler unter das Dach der OBS I geschlüpft waren. Schulsprecherin Vanessa Gerdes knüpfte daran an, als sie an das Gemeinsame der vergangenen Jahre erinnerte: „Weil für uns alle in dieser Zeit diese Schule zu unserem gemeinsamen Lebensmittelpunkt wurde, feiern wir heute auch zusammen.“
