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Bei einem Quiz mussten Lehrernamen erraten werden. Schulband und die Sängerinnen Nele Hünecke und Jacqueline Schubert traten auf.
Von Stefan Idel
Wildeshausen An gesundem Selbstbewusstsein mangelt es den 120 Schulabgängern der Realschule Wildeshausen offenbar nicht: „Die Götter verlassen den Olymp“, lautete das Motto der Abschlusszeitung. Die Ferne vom Irdischen möchte Schulleiter Steffen Akkermann bei der Entlassfeier am Freitag nicht recht unterstreichen. „Als Schule sind wir eher mittendrin im Leben.“
Gleichwohl attestierte Akkermann den Jugendlichen eine „starke Leistung“. Bei den Abschlussklausuren wurden 120-mal die Noten 1 und 2 vergeben – das entspricht einem Drittel der Gesamtarbeiten. Auch das gute Ergebnis des Vorjahres sei noch einmal übertroffen worden: 58 Schülerinnen und Schüler (46 %) können mit ihrem erweiterten Abschluss nun die gymnasiale Oberstufe besuchen. Den besten Abschluss erreichte Quinh-Anh Ngo aus der Klasse 10b mit einem Schnitt von 1,87. Weitere Klassenbeste sind Ronja Kommer (10d), Lea Gabriel (10a) und Nele Hünecke (10c).
Das Programm der Feier war ebenfalls voller Glanz: Unter der Leitung von Musiklehrerin Gabriele Schultz trat mehrfach die Band auf und spielte Stücke wie „Watermelon Man“ oder „Summertime“. Mit einer Hiphop-Darbietung überzeugte Raphael Höckendorf. Viel Applaus gab es für die Solo-Darbietungen von Nele Hünecke und Jacqueline Schubert, begleitet von Kai Beger am Klavier. Die Lacher hatte die Klasse 9c auf ihrer Seite. Nach dem Vorbild von „Wer wird Millionär?“ organisierten sie eine Quiz-Show. Kandidat Fabian Kemper musste Lehrernamen erraten. Peter Riffel, Klassenlehrer der 10c, gab am Handy dem Kandidaten einen Tipp, welcher Kollege sich die Beine rasiere.
Die besten Wünsche von Rat und Verwaltung überbrachte die stellvertretende Bürgermeisterin Evelyn Goosmann. Sie hatte selbst vor 33 Jahren an der Realschule ihre „Mittlere Reife“ abgelegt und riet, sich neue Herausforderungen zu suchen und diese zu meistern. Anja Mattner, die Vorsitzende des Schulelternrats, wünschte allen Jugendlichen immer einen guten Freund an der Seite. Sie bedankte sich bei den Elternsprechern der zehnten Klassen mit Blumen. Grüße überbrachten auch die Schülersprecher Ronja Heitsch und Phillipp Liehs.
Bevor es an die Ausgabe der Zeugnisse ging, sang der Lehrerchor, passend zur Musik des letzten Satzes der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven (Ode „An die Freude“), ein selbst gedichtetes Stück. In seiner Ansprache nutzte auch Schulleiter Akkermann die Gelegenheit, in Versform mit dem Abschlussmotto zu kokettieren: „Wer bleibt, ist Zeus, der Göttervater, dazu die Helfer und Berater.“
