NWZ
berichtete). Jetzt reagiert die Gemeindeverwaltung und lässt demnächst durch den Bauhof Schilder aufstellen.Der Text: „Aufenthaltsverbot – Auf dem Vorplatz des Jugend- und Seniorenzentrums und im Bereich des Brunnens ist der Aufenthalt von 21 bis 7 Uhr verboten.“ Bürgermeister Ewald Spiekermann erklärte dazu: „Es tut uns leid, aber wir müssen diese Maßnahme ergreifen. Durch die ständigen Belästigungen der Nachbarn sind wir dazu gezwungen, jetzt haben wir eine bessere rechtliche Handhabe gegenüber der Polizei.“
Seit Wochen habe es die Gemeinde im Guten versucht, der Bürgermeister selbst und Jugendpfleger Günther Hinrichs wollten in Gesprächen erreichen, die Jugendlichen zu einem ruhigeren Verhalten zu bewegen. Spiekermann: „Es hat nichts genutzt, ständig war der Platz verdreckt, jeden Tag musste der Bauhof anrücken, um aufzuräumen.“
Jugendpfleger Hinrichs fügte hinzu: „Im Moment ist für mich problematisch, im Jugendzentrum Angebote für Kinder und Jugendliche durchzuführen, weil ich ständig darauf achten muss, dass die Jugendlichen vor dem Haus keinen Ärger machen.“ Nun ist es kein reines Bockhorner Problem, die Jugendlichen treffen sich auch in Zetel und in Varel. Daher der Vorschlag von Günther Hinrichs: „Es wäre gut, wenn ein Streetworker für den Südkreis eingesetzt werden würde.“
Die Jugendlichen selbst, die zum Teil aus Zetel, Grabstede oder Osterforde nach Bockhorn kommen, sehen die Sache anders. Patrick Oetken, Moritz Ihmels, Danjel Sosath und Pascal Weckler zum Beispiel: „Wenn wir uns hier nicht treffen können, wo dann? Wo sollen wir denn hin? Bei der Schule in Bockhorn haben sie uns auch schon weggejagt.“ Es gebe nun mal immer mehr Jugendliche, die auch nach 21 Uhr unterwegs sein dürften. Und der Müll? „Mehrfach haben wir selbst den Platz vor dem Jugendzentrum aufgeräumt. Aber es gibt keine richtigen Mülleimer.“ Und der große Container vor dem Zentrum ist abgeschlossen.
