AHLHORN - „But it’s over now“ – mit diesen Worten lässt Popstar Rihanna ihr Stück „Take a Bow“ enden. Vier Worte, die auch die Schulabschlussfeier der Graf-von-Zeppelin-Schule am späten Freitagabend überschrieben, als Schulleiter Josef Kubiak und das Lehrerkollegium 132 Schülerinnen und Schüler „in das wirkliche Leben“ entließen. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Bauphase im Zuge der Schulsanierung miterlebt. „Ihr habt den Baustellenlärm und die Enge ertragen und trotzdem ist es gelungen, gute Leistungen zu erbringen“, hob der Schulleiter dazu passend hervor.
Verabschiedet wurden 33 Abgänger der Hauptschule, sieben mit Sekundar-I-Abschluss (Hauptschule), 54 mit dem Sekundar I-Abschluss Realschule und 34 Schüler mit dem erweiterten Sekundar-Abschluss.
„Ihr habt viel geleistet, um einen guten Abschluss zu schaffen“, erklärte stellvertretender Bürgermeister Jürgen Hellbusch. „Wenn Ihr die Zeugnisse in den Händen haltet, habt ihr Euren persönlichen Stresstest bestanden, dem nicht nur Banken unterliegen.“ Hellbusch; „Ihr sollt Euch die Ziele setzen, die Ihr glaubt, umsetzen zu können, die für Euch machbar und erstrebenswert sind.“
Eine Auszeichnung für hervorragende Leistung erhielten die Schüler Minh Hoang und Violetta Haritonova. Letztere sprach kaum ein Wort Deutsch, als sie an die Schule kam. Sie schaffte das Kunststück, sich den deutschen Wortschatz in nur einem Dreivierteljahr anzueignen. Sie war Schülerin einer Sprachlernklasse.
Bis die Zeugnisse ausgegeben wurden, erinnerten die Schülersprecher Rico, Tinh und Yinka daran, wie sie von Fünftklässlern zu Schulabgängern wurden.
Dank wurde ferner der Schulelternratsvorsitzenden Elke Free für ihre Mitarbeit in den vergangenen zwei Jahren zuteil. Als Moderatorin führte Steffi Bley durch das Programm. Bemüht wurde dabei „König Fußball“, denn nach dem Spiel sei vor dem Spiel. Ein Zitat von Sepp Herberger wurde genannt: „Leute gehen ins Stadion, weil sie nicht wissen, wie das Spiel ausgeht“. So sei es auch im wirklichen Leben, oft werde das Tor verfehlt oder an den Pfosten geschossen, wie es die Klassenlehrerinnen Susanne Grave und Marion Hoopmann aufzeigten.
Ein mitreißender Programmpunkt „Kinderturnen“ mit fetziger Musik und akrobatischen Breakdance-Vorstellungen leitete den Unterhaltungsteil ein. „Den ganz normalen Wahnsinn“ im Schulalltag führte das Lehrerkollegium als „sozialkritisches Kammerspiel mit Anleihen an die Gegenwartskultur“ auf.
Mit einem musikalischen Ein- und Ausklang endete die Abschlussfeier in der Schule. Anschließend trafen sich alle wieder zum Abschlussball bei Otte in Sage-Haast.
