Ahlhorn - Seit über 40 Jahren existiert das ursprüngliche Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Ahlhorn nicht mehr, und dennoch treffen sich die Ehemaligen der Schule traditionell alle drei Jahre am „Dritten Weihnachtstag“ zu einem Wiedersehen. 2018 gibt es dieses Treffen bereits zum 13. Male. Die Veranstaltung findet erneut im „Alten Posthaus“ am Ahlhorner Kreisel statt, wo die Teilnehmer am Donnerstag, 27. Dezember, ab 19 Uhr erwartet werden.

Das Wiedersehen, das sich längst als lieb gewonnene Institution etabliert hat, stieß trotz der Jahrzehnte zurückliegenden Auflösung der Schule stets auf reges Interesse. Es demonstriert dadurch bis heute die Verbundenheit, die die Ehemaligen mit „ihrem alten DBG“ und den damals realisierten pädagogischen Grundsätzen immer noch empfinden, teilt Horst Strömer mit.

Das private Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium praktizierte von 1959 bis 1977 als bundesweit erste „Ganztagsschule in der Fünftagewoche“ einen weithin beachteten Schulversuch. Zahlreiche der damals erprobten Erziehungs- und Unterrichtsformen sind heute Alltag geworden, „wenn sie auch nicht immer in einer konzeptionell sinnvollen Weise realisiert worden sind“, so Strömer. Vor allem nehmen vielfältige Maßnahmen einer „verlässlichen Betreuung“ gegenwärtig mehr und mehr Raum ein. Darüber hinaus standen interessante Integrationsmodelle in Ahlhorn schon 1977 kurz vor ihrer Realisierung. Das DBG jedoch, das mit einer Fülle von Initiativen, Erkenntnissen und Erfahrungen zur heute aktuellen Ganztags- oder Inklusionspädagogik hätte beitragen können, wurde 1977 vom Schulträger, der Evangelischen Landeskirche Oldenburg, aufgelöst. Seither setzt das staatliche Gymnasium in Ahlhorn, das seit geraumer Zeit auch den Namen Dietrich Bonhoeffers trägt, das Oberschulangebot fort.

Das bevorstehende Treffen soll daher einerseits durchaus ein bildungspolitisches Zeichen setzen, vor allem jedoch, der bewährten Tradition seiner zwölf Vorgänger folgend, ganz im Zeichen des Wiedersehens und der Erinnerung stehen. Daher werden alle Verwandten, Freunde und Bekannten der ehemaligen Schülerinnen und Schüler darum gebeten, die Nachricht von der Veranstaltung weiterzugeben, damit wieder eine möglichst große Teilnehmerzahl im „Alten Posthaus“ anwesend sein kann.

Zur Beantwortung von Anfragen oder zur Entgegennahme von Anregungen und Adressen „außer Landes“ halten sich Wolfgang Bleyer (Oldenburg, t   0441/36159536), Max Hunger (Großenkneten, t   04435/5961) und Horst Strömer (Wildeshausen, t   04431/5923) bereit. Es wird angeregt, in den Abiturjahrgängen des DBG Mail- oder Telefonketten zu initiieren.