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Bildungszentrum In Ahlhorn LEB übernimmt auch Erdgeschoss

Ahlhorn - Rund ein Jahr ist es her, dass die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) in der Gemeinde Großenkneten ihr Bildungszentrum (BIZ) Ahlhorn an der Wildeshauser Straße 33 eröffnet hat. Damals startete sie im ersten Stockwerk ihre Deutsch- und Integrationskurse, aber auch das klassische Angebot an Kursen. Dazu kamen im Erdgeschoss ein kleiner Raum für die Kinderbetreuung sowie ein behindertengerechtes WC. Inzwischen nutzt die LEB auch das Erdgeschoss komplett. Möglich wurde die Ausdehnung durch die Schließung der Caritas-Beratungsstelle. Diese Chance nutzte die LEB. Jetzt stellten LEB-Bereichsleiterin Karin Pieper und die stellvertretende Regionalleiterin Dagmar Scheuerer dem Ersten Gemeinderat der Gemeinde Großenkneten, Klaus Bigalke, die Neuerungen auf den rund 160 zusätzlichen Quadratmetern vor.

„Der Standort an der Wildeshauser Straße ist optimal“, erzählte Pieper, dass er sich sehr bewährt habe. Hier an der Ortsdurchfahrt im Zentrum von Ahlhorn werde die LEB wahrgenommen. Auch seien genügend Parkplätze vorhanden. Dagmar Scheuerer bietet immer mittwochs von 9 bis 11 Uhr eine Beratung für die Deutschkurse an. Auch das funktioniert, weil es für die Interessenten möglich ist, einfach vorbei zu kommen.

Alphabetisierung

In den vergangenen Monaten waren zusammen mit dem örtlichen Vermieter auch die Räume in Erdgeschoss auf Vordermann gebracht worden, so dass sie einen hellen, freundlichen Eindruck machen. Der Schulungsbetrieb im kompletten Gebäude läuft inzwischen seit Ende Oktober.

Das BIZ in Ahlhorn ist vormittags durchgängig mit Deutschkursen ausgelastet. Beim  Ortstermin unterrichteten Dozent Stefan Hicke und die ehrenamtliche Kraft Margret Ripke (Integrationslotsin) die 15 Teilnehmerinnen, die aus dem Irak stammen. Es geht um die grundlegende Alphabetisierung. Teilweise hatten die Frauen, zwischen 25 und 50 Jahre, oft schon lange in Ahlhorn ansässig, noch nie eine Schule von innen gesehen. Es geht also um absolute Grundlagen, wie die beiden Frauen von der LEB erklärten.

In Obergeschoss läuft parallel ein Alphabetisierungskurs. Unter den 14 Menschen sind mehrere Nationalitäten vertreten. Hier lernen auch drei Männer mit. Trotz der neuen Räume: Der Platz im Ahlhorner BIZ reicht immer noch nicht. Daher ist ein Integrationskurs im Dorfgemeinschaftshaus an der Katharinenstraße untergebracht. Hier sind die 18 Teilnehmer hauptsächlich aus Osteuropa, oftmals Rumänen. Die Bedingungen sind gänzlich anders, da sie allesamt Schreiben und Lesen in ihrer Muttersprache gelernt haben. Oft kommen sie vor oder nach den Schichten beim Putenverarbeiter Heidemark. „Sie wollen lernen“, weiß Scheuerer von einer hohen Motivation zu berichten.

Die Integrationsarbeit hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Gewicht in der Arbeit der LEB gewonnen. „Sie ist ein ganz wichtiger Partner für uns“, betonte Klaus Bigalke. Das sei schon immer so gewesen, habe aber durch die Veränderungen der Flüchtlings- und Integrationsarbeit noch mehr an Bedeutung gewonnen. „Wir freuen uns sehr über den Standort in Ahlhorn“, betonte Bigalke, „und dass es gelungen ist, noch weitere Räumlichkeiten zu bekommen“. In Huntlosen wären die Angebote zudem nicht derart angenommen worden, ergänzte der Erste Gemeinderat.

Finanziert durch Kurse

Finanziert wird das Bildungszentrum in Ahlhorn über die Zahlungen/Gebühren für die Kurse. So setzt die LEB viele Angebote im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) um, wie etwa die Alphabetisierungskurse. Ebenfalls unter der Regie des BAMF laufen die Integrationskurse, teilweise mit Alphabetisierungskursen kombiniert. Die „Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung“ (AEWB) ist ein anderer „Auftraggeber“ für die Sprachkurse der Erwachsenenbildung.

Ulrich Suttka
Ulrich Suttka Kanalmanagement
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