AHLHORN - AHLHORN - SPD, FDP und Kommunale Alternative ziehen jetzt an einem Strang. In einem gemeinsamen Antrag fordern sie den Gemeinderat auf, den Bürgermeister zu beauftragen, unverzüglich die Einführung der gymnasialen Oberstufe am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium zum Schuljahr 2009/2010 bei der zuständigen Schulbehörde zu beantragen und mit der Vorplanung des zusätzlichen Raumbedarfs zu beginnen. Die drei Fraktionen verfügen über die Mehrheit im Gemeinderat und wollen den Beschluss noch in der letzten Sitzung des „alten“ Rates am 30. Oktober durchbringen.

Dr. Peter Behr, Vorsitzender des Schulelternrates, freut sich über diese Entwicklung. Der Schulelternrat habe ein großes Interesse an einer breiten Mehrheit.

Mit ihrer Allianz für die Oberstufe wollen SPD, FDP und KA nun die Sache voranbringen. Nur so könne „die einmalige Benachteiligungssituation“ der Schülerinnen und Schüler aus der Gemeinde behoben werden.

Diese Benachteiligung trifft spätestens zum Schuljahr 2009/2010 die Ahlhorner Gymnasiasten, weil sie dann nach zwölf Jahren das Abitur ablegen sollen, die Klasse 10 als so genannte Einführungsstufe für die gymnasiale Oberstufe noch in Ahlhorn absolvieren und danach an eine andere Schule wechseln müssten (die NWZ berichtete mehrfach). Dieser Wechsel sei unzumutbar, meinen die drei Fraktionen. Abwanderungen von Schülern und ein „Ausbluten“ des Ahlhorner Gymnasiums werden befürchtet. Das soll verhindert werden. Das Potenzial für die notwendige Mindestschülerzahl sei vorhanden.

Landespolitiker sollen um Unterstützung gebeten werden, man will sich nicht einfach vom Kultusminister „abbügeln lassen“. Das wurde bereits beim Wahlkampfbesuch von FDP-Landesfraktionschef Philipp Rösler deutlich gemacht. Peter Schürmann gab Rösler den Antrag mit nach Hannover. Landrat Frank Eger sagte auf dieser Veranstaltung, dass das Bonhoeffer-Gymnasium in Ahlhorn mit einer Oberstufe eine willkommene Entlastung für das aus allen Nähten platzende kreiseigene Gymnasium Graf Anton Günther sein könne.